StatPearls2026

Gastrointestinale Blutungsszintigrafie: Indikationen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die gastrointestinale Blutungsszintigrafie (GIBS) ist ein nicht-invasives nuklearmedizinisches Verfahren. Sie dient laut der StatPearls-Leitlinie primär der Abklärung von vermuteten offenen gastrointestinalen Blutungen, insbesondere im mittleren und unteren Gastrointestinaltrakt.

Gastrointestinale Blutungen werden in okkulte, offene und obskure Blutungen unterteilt. Während obere Blutungen oft endoskopisch erreichbar sind, bietet die Szintigrafie eine wichtige diagnostische Option für tieferliegende oder intermittierende Blutungsquellen.

Das Verfahren ermöglicht die Bestimmung des Blutungsstatus, eine grobe Lokalisation sowie eine Abschätzung der Blutungsmenge. Es zeichnet sich durch eine hohe Sensitivität aus und kann Blutungsraten von bis zu 0,1 ml/min detektieren.

Empfehlungen

Indikationen

Die Leitlinie empfiehlt die GIBS primär bei offenen Blutungen des mittleren und unteren Gastrointestinaltrakts. Für chronisch okkulte Blutungen wird das Verfahren ausdrücklich nicht empfohlen.

Weitere Indikationen umfassen die Identifikation der Blutungsquelle bei obskuren offenen Blutungen. Zudem wird das Verfahren zur Planung von angiografischen oder chirurgischen Interventionen herangezogen.

Durchführung und Markierung

Für die Untersuchung werden 99mTc-markierte Erythrozyten (RBCs) oder 99mTc-Schwefelkolloid verwendet. Die Leitlinie hebt hervor, dass 99mTc-RBCs überlegen sind, da ihre längere intravaskuläre Halbwertszeit eine längere Bildgebung ermöglicht.

Es werden drei Methoden der Erythrozytenmarkierung unterschieden:

MarkierungsmethodeEffizienzBesonderheiten
In vitro> 97 %Methode der Wahl, nutzt kommerzielle Kits
Modifiziert in vivo85 - 90 %Blut wird mit Pertechnetat gemischt und nach 10 Min. injiziert
In vivo75 - 80 %Nicht empfohlen, außer bei Ablehnung von Blutprodukten

Bildgebung

Die Bildakquisition erfolgt laut Leitlinie mit einer Gammakamera, wobei dynamische Bilder (10 bis 20 Sekunden/Frame) erstellt werden. Es wird eine initiale Bildgebungsdauer von mindestens 60 Minuten empfohlen, falls keine Blutung detektiert wird.

Bei unklaren planaren Befunden wird die Durchführung einer SPECT oder SPECT-CT zur besseren Lokalisation empfohlen. Die Untersuchung wird in der Regel beendet, sobald eine Blutung eindeutig identifiziert wurde.

Befundung

Ein positiver Befund erfordert laut Leitlinie das Vorliegen aller folgenden Kriterien:

  • Detektion von Radionuklidaktivität außerhalb der erwarteten Blutpool-Strukturen

  • Zunehmende Intensität der Aktivität auf aufeinanderfolgenden Bildern

  • Bewegung der Aktivität entsprechend dem Verlauf der Darmschlingen

Dosierung

Die Leitlinie gibt folgende Dosierungsempfehlungen für das Radionuklid an:

PatientengruppeEmpfohlene Dosis
Erwachsene15 - 30 mCi
Kinder2,16 - 21,2 mCi (gemäß EANM-Dosierungskarte)

Kontraindikationen

Die Leitlinie weist darauf hin, dass bei stillenden Patientinnen nach der Gabe von Technetium-markierten Erythrozyten eine Unterbrechung des Stillens für 12 Stunden erforderlich ist.

Zudem wird betont, dass hämodynamisch instabile Personen während der Untersuchung zwingend von ärztlichem oder pflegerischem Personal begleitet werden müssen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fallstrick bei der Befundung ist freies 99mTc-Pertechnetat, das durch eine unzureichende Markierungstechnik entsteht. Dieses reichert sich physiologisch in den Speicheldrüsen und im Magen an und kann so eine obere gastrointestinale Blutung imitieren. Die Leitlinie rät dazu, Halsaufnahmen anzufertigen, um die Schilddrüsen- und Speicheldrüsenaktivität abzugrenzen und dieses Artefakt sicher zu identifizieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut der Leitlinie kann das Verfahren Blutungsraten von bis zu 0,1 ml/min detektieren. Es ist damit sehr sensitiv, auch bei geringen Blutungsmengen.

Die In-vitro-Methode wird als Methode der Wahl beschrieben. Sie erreicht eine Markierungseffizienz von über 97 Prozent und minimiert Artefakte.

Es wird eine initiale Bildgebungsdauer von mindestens 60 Minuten empfohlen, sofern in dieser Zeit keine Blutung nachgewiesen wird. Bei Bedarf kann die Untersuchung auf bis zu 24 Stunden ausgedehnt werden, um intermittierende Blutungen zu erfassen.

Die Leitlinie rät vom Einsatz der Blutungsszintigrafie bei chronisch okkulten Blutungen ab. Die Hauptindikation liegt bei offenen Blutungen, insbesondere im mittleren und unteren Gastrointestinaltrakt.

Physiologische Aktivität in den Harnwegen, der Blase oder dem Uterus kann eine Blutung imitieren. Ebenso kann freies Pertechnetat bei unzureichender Markierung zu falsch-positiven Befunden im oberen Gastrointestinaltrakt führen.

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Quelle: StatPearls: Gastrointestinal Bleeding Scan (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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