Faktor XII (Hageman-Faktor): Indikation & Referenzwerte

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Dokument von Gesundheit.gv.at liefert Informationen zur Diagnostik und klinischen Bedeutung des Gerinnungsfaktors XII (Hageman-Faktor). Dieser in der Leber gebildete Eiweißstoff ist ein essenzieller Bestandteil des intrinsischen plasmatischen Gerinnungssystems.

Die Blutstillung (Hämostase) wird in eine primäre und sekundäre Phase unterteilt. Während die primäre Blutstillung durch Blutplättchen und Gefäßverengung einen ersten Thrombus bildet, sorgt die sekundäre plasmatische Gerinnung über ein Fibrinnetz für die endgültige Stabilisierung.

Innerhalb der sekundären Blutstillung wird das intrinsische System bei Verletzungen der inneren Blutgefäßwand aktiviert. Der Faktor XII wandelt dabei gemeinsam mit Thrombin den inaktiven Faktor XI in seine aktive Form um.

Empfehlungen

Die Leitlinie beschreibt folgende Kernaspekte zur Diagnostik des Faktors XII:

Indikationen zur Gerinnungsdiagnostik

Eine Überprüfung der Blutgerinnung wird in folgenden klinischen Situationen beschrieben:

  • Vor operativen Eingriffen zur Abschätzung der Verblutungsgefahr

  • Bei Lebererkrankungen, da die Leber der primäre Bildungsort der Gerinnungsfaktoren ist

  • Bei Verdacht auf angeborene oder erworbene Blutgerinnungsstörungen

  • Zur Kontrolle einer oralen Antikoagulation mit Vitamin-K-Antagonisten

Labordiagnostik und Referenzwerte

Die Aktivitätsmessung erfolgt durch Zugabe des untersuchten Blutplasmas zu einem spezifischen Faktor-XII-Mangelplasma. Die Zeit bis zum Einsetzen der Gerinnung wird über die aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) gemessen und in Prozent der Norm angegeben.

Folgende Referenzwerte werden für die Faktor-XII-Aktivität angegeben:

GeschlechtAlterReferenzbereich
Männerbis 18 Jahre80–120 %
Männerüber 18 Jahre80–120 %
Frauenbis 18 Jahre80–120 %
Frauenüber 18 Jahre80–120 %

Interpretation abweichender Werte

Eine erhöhte Aktivität von Gerinnungsfaktoren kann bei der Einnahme von oralen Ovulationshemmern oder während einer Schwangerschaft auftreten.

Bei einem angeborenen Mangel an Gerinnungsfaktoren werden laut Text zwei Typen unterschieden:

KlassifikationAktivitätProteinkonzentrationUrsache
Typ IVermindertVermindertQuantitativer Mangel
Typ IIVermindertNormalFunktionsstörung

Ein erworbener Mangel kann im Laufe des Lebens auftreten. Als Ursachen werden Lebererkrankungen, Vitamin-K-Mangel, Nierenerkrankungen mit Eiweißverlust oder die Bildung von Antikörpern (Hemmkörperhämophilie) genannt.

Abklärung einer Blutungsneigung

Bei der Diagnostik von hämorrhagischen Diathesen steht die Anamnese und die klinische Bestimmung des Blutungstyps an erster Stelle. Petechien deuten auf Thrombozytenstörungen hin, während großflächige Blutungen oder Gelenkblutungen für eine Koagulopathie sprechen.

Im zweiten Schritt wird eine stufenweise Labordiagnostik empfohlen:

  • Messung der Thrombozytenzahl und Blutungszeit

  • Basis-Gerinnungstests wie Prothrombinzeit (TPZ) und aPTT

  • Bestimmung von Fibrinogen

  • Spezialuntersuchungen wie die Aktivitätsbestimmung von Einzelfaktoren

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass ein angeborener Faktor-XII-Mangel (Hageman-Faktor-Defizit) zwar zu einer Verlängerung der aPTT führt, dies jedoch praktisch keine krankhafte Bedeutung hat.

Häufig gestellte Fragen

Eine erhöhte Aktivität kann während einer Schwangerschaft auftreten. Zudem wird eine Erhöhung bei der Einnahme von oralen Ovulationshemmern (Anti-Baby-Pille) beschrieben.

Das Patientenplasma wird zu einem speziellen Faktor-XII-Mangelplasma gegeben. Anschließend wird die Zeit bis zum Einsetzen der Gerinnung mittels der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit (aPTT) gemessen.

Bei Störungen der Blutgerinnungsfaktoren treten typischerweise großflächige Blutungen in Haut oder Muskulatur auf. Auch Gelenkblutungen und Hämatome werden als charakteristische Beschwerden genannt.

Zu den häufigsten Ursachen zählen Lebererkrankungen und ein Vitamin-K-Mangel. Auch Nierenerkrankungen mit Eiweißverlust oder die Bildung von Antikörpern können einen Mangel auslösen.

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Quelle: Laborwert: Faktor XIII (F13A) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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