StatPearls2026

Euphorbia tirucalli: Therapie bei Kontakt und Ingestion

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung behandelt die Toxizität von Euphorbia tirucalli, auch bekannt als Bleistiftstrauch oder Milchbusch. Diese Pflanze gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse und wird häufig als Zierpflanze verwendet.

Bei Verletzung der Pflanze tritt ein weißer Milchsaft (Latex) aus, der zu den stärksten bekannten pflanzlichen Reizstoffen zählt. Die Toxizität wird durch pH-vermittelte Nekrosen und entzündungsfördernde Diterpene wie Ingenol verursacht.

Während Hautkontakt meist zu einer irritativen Kontaktdermatitis führt, stellt die okuläre Exposition einen medizinischen Notfall dar. Eine Ingestion des Pflanzensaftes ist selten und verursacht in der Regel nur milde gastrointestinale Beschwerden.

Empfehlungen

Diagnostik und Evaluation

Laut Leitlinie erfolgt die Diagnose primär klinisch anhand der Anamnese und der typischen Symptome. Bei okulärer Exposition wird eine umgehende Untersuchung mittels Spaltlampe, Fluoreszein-Färbung, Messung des Augeninnendrucks (IOP) und pH-Wert-Bestimmung empfohlen.

Labor- und Bildgebungsuntersuchungen sind bei isolierten Haut- oder Augenexpositionen nicht erforderlich. Bei schweren Ingestionsfällen mit systemischen Symptomen kann laut Leitlinie eine Elektrolytbestimmung und Bildgebung erwogen werden.

Okuläre Therapie

Die okuläre Exposition wird als Notfall eingestuft, der eine sofortige Intervention erfordert:

  • Es wird eine ausgiebige Spülung des Auges mit Wasser oder Kochsalzlösung für mindestens 30 Minuten empfohlen.

  • Die Spülung sollte fortgesetzt werden, bis sich der okuläre pH-Wert bei etwa 7 normalisiert hat.

  • Bei Hornhautepitheldefekten wird die Gabe topischer Antibiotika empfohlen, bei Kontaktlinsenträgern mit Pseudomonas-Abdeckung (z. B. Ciprofloxacin oder Ofloxacin).

  • Eine dringende augenärztliche Vorstellung wird zur Vermeidung von Komplikationen wie Erblindung angeraten.

Dermale und orale Therapie

Für die Behandlung von Haut- und oralen Expositionen formuliert der Text folgende Empfehlungen:

  • Bei Hautkontakt wird eine gründliche Reinigung mit Wasser und Seife empfohlen.

  • Zur Symptomkontrolle der Haut können orale Antihistaminika und Analgetika (NSAR, Paracetamol) eingesetzt werden.

  • Bei oraler Ingestion wird eine unterstützende Therapie mit kalten Flüssigkeiten, Antiemetika und Protonenpumpeninhibitoren empfohlen.

  • Die Gabe von Aktivkohle kann bei großen Ingestionsmengen innerhalb der ersten Stunde erwogen werden.

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt folgende Kontraindikationen und Warnhinweise bei der Behandlung:

  • Maßnahmen zur Erbrechenseinleitung sollen bei Ingestion strikt vermieden werden, da dies die Ösophagusschleimhaut erneut dem toxischen Latex aussetzt.

  • Topische Anästhetika am Auge werden für die Langzeitanwendung nicht empfohlen, da ein Risiko für Hornhautkomplikationen besteht.

  • Bei Vorliegen eines Hypopyons oder Verdacht auf eine bakterielle Augeninfektion wird von der Anwendung topischer Kortikosteroide abgeraten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass eine okuläre Exposition mit dem Milchsaft von Euphorbia tirucalli einen akuten medizinischen Notfall darstellt, der unbehandelt zur Erblindung führen kann. Es wird dringend angeraten, sofort eine ausgiebige Augenspülung für mindestens 30 Minuten durchzuführen, bis der pH-Wert normalisiert ist, und frühzeitig ein augenärztliches Konsil einzuholen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie kommt es zu einer irritativen Kontaktdermatitis mit Brennen, Schmerzen und Juckreiz. Die Symptome treten oft verzögert nach 2 bis 8 Stunden auf und können sich zu Blasen oder Ulzerationen entwickeln.

Es wird eine sofortige und ausgiebige Spülung des Auges mit Wasser oder Kochsalzlösung für mindestens 30 Minuten empfohlen. Die Spülung sollte laut StatPearls fortgesetzt werden, bis der pH-Wert des Auges bei etwa 7 liegt.

Die Leitlinie empfiehlt topische Antibiotika zur Prävention bakterieller Sekundärinfektionen. Bei Kontaktlinsenträgern wird eine Abdeckung gegen Pseudomonas angeraten, beispielsweise mit Ciprofloxacin oder Ofloxacin.

Nein, die Leitlinie warnt ausdrücklich vor der Einleitung von Erbrechen. Dies könnte die Schleimhaut der Speiseröhre erneut dem ätzenden Pflanzensaft aussetzen und weitere Schäden verursachen.

Bei adäquater und schneller Behandlung ist die Prognose exzellent. Hautsymptome klingen meist nach 3 bis 4 Tagen ab, während Hornhautdefekte laut Leitlinie innerhalb von 4 bis 10 Tagen abheilen.

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Quelle: StatPearls: Euphorbia tirucalli Toxicity (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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