Co-trimoxazol in Schwangerschaft & Stillzeit: Embryotox

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Co-trimoxazol ist eine fixe Antibiotika-Kombination aus Trimethoprim und Sulfamethoxazol. Laut Embryotox hemmen diese Wirkstoffe unterschiedliche Enzyme des bakteriellen Folsäurestoffwechsels und werden unter anderem bei bakteriellen Infektionen sowie der Pneumocystis-Pneumonie eingesetzt.

Beide Substanzen sind plazentagängig und können oral oder intravenös verabreicht werden. Der Erfahrungsumfang für die Anwendung in der Schwangerschaft wird als sehr hoch eingestuft.

Die pharmakokinetischen Eigenschaften der beiden Wirkstoffe in der Stillzeit stellen sich wie folgt dar:

EigenschaftTrimethoprimSulfamethoxazol
Halbwertszeit (HWZ)6 - 17 h (länger bei Neugeborenen)8 - 11 h (länger bei Neugeborenen)
Proteinbindungca. 40 %ca. 65 %
Relative Dosismax. 10 %ca. 2 - 3 %
M/P-Quotientca. 1,3ca. 0,1
Orale Bioverfügbarkeitannähernd 100 %annähernd 100 %

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen für den Einsatz in Schwangerschaft und Stillzeit:

1. Trimenon

Die Quelle stuft Co-trimoxazol im ersten Trimenon als Reserveantibiotikum ein. Ein Einsatz wird nur bei zwingender Indikation und nach Prüfung besser geeigneter Alternativen empfohlen.

Falls eine Therapie unumgänglich ist, wird auf die Wichtigkeit einer ausreichenden Folsäureversorgung hingewiesen. Nach einer Exposition im ersten Trimenon wird eine weiterführende Ultraschalldiagnostik zur Bestätigung einer unauffälligen fetalen Entwicklung angeraten.

2. und 3. Trimenon

Nach dem ersten Trimenon kann das Medikament indikationsgerecht eingesetzt werden, sofern Antibiotika der ersten Wahl nicht in Frage kommen. Bisherige Daten sprechen laut Quelle gegen ein relevantes fetotoxisches Risiko in dieser Phase.

Stillzeit

Grundsätzlich sind Penicilline, Cephalosporine und Makrolide in der Stillzeit zu bevorzugen, insbesondere bei Säuglingen unter sechs Wochen. Falls das Keimspektrum es erfordert, ist das Stillen unter Co-trimoxazol jedoch möglich.

Es wird darauf hingewiesen, dass es beim gestillten Säugling gelegentlich zu vorübergehendem Durchfall oder Soor kommen kann.

Bevorzugte Alternativen

Als besser geeignete Alternativen in Schwangerschaft und Stillzeit nennt die Leitlinie:

  • Penicilline

  • Cephalosporine

  • Makrolide (gegebenenfalls)

Kontraindikationen

Die Quelle formuliert folgende Warnhinweise und Einschränkungen:

  • Bei drohender Frühgeburt sollte Co-trimoxazol gemieden werden, da ein theoretisches Risiko für eine kindliche Hyperbilirubinämie besteht.

  • In der Stillzeit wird bei Frühgeborenen, Neugeborenen mit Hyperbilirubinämie oder einem Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel eine besonders kritische Indikationsprüfung gefordert.

  • Eine längerfristige Anwendung oder hochdosierte Therapie im ersten Trimenon birgt theoretische Bedenken bezüglich des Folsäurestoffwechsels.

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💡Praxis-Tipp

Ein relevanter Aspekt für den klinischen Alltag ist die Verordnung von Co-trimoxazol kurz vor der Geburt. Da Sulfonamide Bilirubin aus der Plasmaproteinbindung verdrängen, wird vor der Gefahr einer neonatalen Hyperbilirubinämie gewarnt. Es wird empfohlen, in dieser Phase nach Möglichkeit auf sicherere Alternativen auszuweichen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Embryotox gilt es im ersten Trimenon als Reserveantibiotikum. Es wird nur bei zwingender Indikation empfohlen, wobei auf eine ausreichende Folsäureversorgung geachtet werden sollte.

Die Leitlinie nennt Penicilline, Cephalosporine und gegebenenfalls Makrolide als besser geeignete Alternativen. Diese sollten primär in Betracht gezogen werden.

Wenn das Keimspektrum es erfordert, ist das Stillen unter der Therapie möglich. Bei Säuglingen unter sechs Wochen oder Frühgeborenen wird jedoch primär zu Alternativen geraten.

Es wurden bislang keine nennenswerten Unverträglichkeiten berichtet. Die mütterliche Therapie kann jedoch gelegentlich zu vorübergehendem Durchfall oder Soor beim Säugling führen.

Ein Schwangerschaftsabbruch wird nicht empfohlen. Stattdessen wird nach einer Exposition im ersten Trimenon eine weiterführende Ultraschalldiagnostik zur Kontrolle der fetalen Entwicklung angeraten.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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