StatPearls2026

Dünndarm: Anatomie, Gefäßversorgung und Innervation

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Publikation beschreibt die Anatomie und Physiologie des Dünndarms. Dieser 3 bis 5 Meter lange Verdauungstrakt erstreckt sich vom Pylorus bis zur Ileozökalklappe.

Der Dünndarm ist maßgeblich an der Nährstoffverdauung und -aufnahme beteiligt. Zudem erfüllt er wichtige endokrine und immunologische Schutzfunktionen.

Pathologien in diesem Bereich können zu schweren abdominellen Schmerzen, gastrointestinalen Blutungen oder Mangelernährung führen. Ein fundiertes anatomisches Verständnis ist daher für die klinische Diagnostik essenziell.

Empfehlungen

Die Publikation fasst folgende anatomische und physiologische Kernaspekte zusammen:

Wandaufbau und Zelltypen

Der Text beschreibt den schichtweisen Aufbau der Dünndarmwand von außen nach innen: Serosa, Muscularis, Submukosa, Lamina propria und Mukosa. Die Mukosa ist zur Oberflächenvergrößerung mit Zotten und Krypten ausgestattet.

In der Darmschleimhaut finden sich verschiedene spezialisierte Zelltypen:

ZelltypLokalisationHauptfunktion
EnterozytenZottenNährstoffabsorption
BecherzellenEpithelSchleimsekretion zum Schutz der Mukosa
Paneth-ZellenKryptenSekretion antimikrobieller Peptide
Enteroendokrine ZellenKrypten und ZottenHormonsekretion
M-ZellenÜber Peyer-PlaquesAntigen-Sampling für die Immunabwehr

Anatomische Abschnitte

Der Dünndarm wird in drei Hauptabschnitte unterteilt, die sich funktionell und strukturell unterscheiden:

  • Duodenum (Zwölffingerdarm): Etwa 20 bis 25 cm lang und C-förmig um den Pankreaskopf verlaufend. Hier münden die Gallen- und Pankreasgänge über die Ampulla hepatopancreatica.

  • Jejunum (Leerdarm): Etwa 2,5 Meter lang mit ausgeprägten Plicae circulares. Es ist stark vaskularisiert und primär für die Absorption von Kohlenhydraten, Aminosäuren und Fettsäuren zuständig.

  • Ileum (Krummdarm): Etwa 3 Meter lang und reich an lymphatischem Gewebe (Peyer-Plaques). Hier werden vor allem Vitamin B12 und Gallensäuren resorbiert.

Gefäßversorgung und Innervation

Die arterielle Versorgung erfolgt laut Text primär über den Truncus coeliacus und die Arteria mesenterica superior. Die venöse Drainage mündet über die Vena mesenterica superior in die Pfortader.

Die Innervation wird durch das autonome Nervensystem gesteuert. Parasympathische Fasern des Nervus vagus stimulieren die Motilität und Sekretion, während sympathische Fasern diese hemmen.

Klinische Korrelationen

Die anatomischen Besonderheiten bedingen spezifische klinische Krankheitsbilder:

  • Duodenalulzera: Treten häufig an der Hinterwand des superioren Duodenums auf und bergen das Risiko einer Perforation.

  • Wilkie-Syndrom (SMA-Syndrom): Eine Kompression des inferioren Duodenums zwischen der Arteria mesenterica superior und der Aorta abdominalis.

  • Meckel-Divertikel: Ein embryonales Überbleibsel nahe der Ileozökalklappe, das asymptomatisch bleiben oder zu Blutungen führen kann.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein vergrößerter Virchow-Lymphknoten in der linken Supraklavikulargrube wird in der Publikation als möglicher Hinweis auf ein Dünndarmkarzinom beschrieben. Dies erklärt sich durch den Lymphabfluss des Dünndarms, der über die Cisterna chyli und den Ductus thoracicus in den linken Venenwinkel mündet.

Häufig gestellte Fragen

Laut Publikation erfolgt die Resorption von Vitamin B12 und Gallensäuren primär im Ileum. Dies ist der distalste Abschnitt des Dünndarms.

Das Wilkie-Syndrom beschreibt eine Kompression des dritten Duodenalabschnitts zwischen der Arteria mesenterica superior und der Aorta. Der Text nennt dies als Ursache für eine duodenale Obstruktion, die mit Übelkeit und Schmerzen einhergeht.

Paneth-Zellen befinden sich in den Dünndarmkrypten. Sie sezernieren antimikrobielle Peptide wie Defensine und Lysozym zur Immunabwehr.

Die Blutversorgung stammt aus Ästen des Truncus coeliacus und der Arteria mesenterica superior. Das Duodenum wird von beiden Gefäßsystemen versorgt, während Jejunum und Ileum ausschließlich Äste der Arteria mesenterica superior erhalten.

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Quelle: StatPearls: Anatomy, Abdomen and Pelvis, Small Intestine (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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