Dorzolamid: Therapie in Schwangerschaft und Stillzeit

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2024)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dorzolamid ist ein topisch angewendeter Carboanhydrasehemmer, der in der Augenheilkunde primär zur Senkung eines erhöhten Augeninnendrucks, beispielsweise bei einem Glaukom, eingesetzt wird. Die Embryotox-Monographie der Charité Berlin liefert eine Einschätzung zur Sicherheit dieser Augentropfen während der Schwangerschaft und Stillzeit.

Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzmonographie der Quelle. Dorzolamid wird in die Risikokategorie "RESTRICTED" (eingeschränkt) eingestuft, was eine sorgfältige ärztliche Abwägung vor der Verordnung erfordert.

Empfehlungen

Die Embryotox-Monographie formuliert folgende Empfehlungen zur Anwendung von Dorzolamid-Augentropfen:

Schwangerschaft

  • 1. Trimenon: Es liegen nur begrenzte Daten vor. In Tierversuchen zeigte sich der Wirkstoff bei hohen systemischen Dosen als teratogen.

  • Da die tierexperimentellen Daten bei topischer Anwendung jedoch nicht direkt auf den Menschen übertragbar sind und die systemische Aufnahme minimal ist, steht eine individuelle Risiko-Nutzen-Abwägung im Vordergrund.

  • 2. und 3. Trimenon: Eine Anwendung wird laut Quelle nur bei zwingender Indikation empfohlen. Dorzolamid kann hierbei als Alternative zu Beta-Blocker-Augentropfen erwogen werden.

Stillzeit

Für die Stillzeit liegen keine spezifischen Daten vor. Die Quelle rät daher zu einem vorsichtigen Einsatz.

Anwendungshinweise und Monitoring

  • Um die ohnehin minimale systemische Aufnahme weiter zu reduzieren, wird die Durchführung einer Punktum-Okklusion empfohlen.

  • Es wird auf die Notwendigkeit regelmäßiger ophthalmologischer Kontrollen hingewiesen.

  • Als medikamentöse Alternative nennt die Monographie Timolol-Augentropfen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Um die systemische Resorption des Wirkstoffs und damit das kindliche Risiko zu minimieren, wird bei der Anwendung von Dorzolamid-Augentropfen die Durchführung einer Punktum-Okklusion empfohlen. Dabei wird der Tränenkanal nach dem Eintropfen für kurze Zeit abgedrückt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Embryotox ist die Anwendung von Dorzolamid-Augentropfen im 2. und 3. Trimenon nur bei zwingender Indikation vorgesehen. Im 1. Trimenon liegen nur begrenzte Daten vor, weshalb eine strenge individuelle Risiko-Nutzen-Abwägung empfohlen wird.

Für die Anwendung in der Stillzeit liegen der Quelle zufolge keine Daten vor. Es wird daher zu einem vorsichtigen Einsatz geraten.

Als mögliche medikamentöse Alternative zu Dorzolamid nennt die Embryotox-Monographie Timolol-Augentropfen.

Die Leitlinie empfiehlt die sogenannte Punktum-Okklusion. Durch das Abdrücken des Tränenpünktchens nach der Applikation lässt sich die systemische Aufnahme des topischen Carboanhydrasehemmers minimieren.

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Quelle: Embryotox: Dorzolamid (Augentropfen) (Embryotox, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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