Candidose (Candidiasis): Diagnostik und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2015 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IDSA (2015)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Invasive Candida-Infektionen sind eine Hauptursache für Morbidität und Mortalität im Krankenhausumfeld. Über 90 % der invasiven Erkrankungen werden durch die fünf häufigsten Erreger verursacht: C. albicans, C. glabrata, C. tropicalis, C. parapsilosis und C. krusei.

Die IDSA-Leitlinie aktualisiert die Empfehlungen zur Diagnose, Prävention und Behandlung der nachgewiesenen oder vermuteten invasiven Candidiasis. Auch mukosale Candida-Infektionen, insbesondere des Oropharynx, des Ösophagus und der Vagina, werden detailliert behandelt.

Die zunehmende Resistenzentwicklung, insbesondere bei C. glabrata gegenüber Azolen und zunehmend auch Echinocandinen, erfordert eine gezielte Diagnostik und Therapieanpassung. Die Leitlinie betont daher die Bedeutung von Suszeptibilitätstests für alle klinisch relevanten Isolate.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie wird bei allen Patienten mit nachgewiesener Candidämie dringend eine zeitnahe augenärztliche Untersuchung empfohlen, um eine potenziell visusbedrohende Endophthalmitis auszuschließen. Zudem wird betont, dass zentrale Venenkatheter bei nicht-neutropenischen Patienten mit Candidämie so früh wie möglich entfernt werden sollten, da diese häufig die Infektionsquelle darstellen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine Therapiedauer von 2 Wochen nach der dokumentierten Elimination der Candida-Spezies aus dem Blutkreislauf. Voraussetzung ist zudem die vollständige Rückbildung der durch die Candidämie bedingten Symptome.

Laut Leitlinie ist Fluconazol eine akzeptable initiale Alternative zu Echinocandinen bei Patienten, die nicht kritisch krank sind. Es wird zudem als Step-down-Therapie nach 5-7 Tagen empfohlen, sofern der Patient klinisch stabil ist und ein Fluconazol-empfindliches Isolat vorliegt.

Eine asymptomatische Candidurie stellt meist eine Kolonisation dar und erfordert gemäß Leitlinie keine antimykotische Therapie. Ausnahmen bilden Hochrisikopatienten wie neutropenische Patienten, Säuglinge mit sehr niedrigem Geburtsgewicht oder Patienten vor urologischen Eingriffen.

Es wird eine systemische Therapie mit oralem Fluconazol (200-400 mg täglich) für 14 bis 21 Tage empfohlen. Bei Patienten, die keine orale Therapie tolerieren, wird intravenöses Fluconazol oder ein Echinocandin empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt eine 10- bis 14-tägige Induktionstherapie mit einem topischen Antimykotikum oder oralem Fluconazol. Daran sollte sich eine Erhaltungstherapie mit 150 mg Fluconazol wöchentlich für 6 Monate anschließen.

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Quelle: IDSA: Candidiasis Management (IDSA, 2015). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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