BfArM2007

Cabergolin: Herzklappenfibrose und Kontraindikationen

Diese Leitlinie stammt aus 2007 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2007)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informierte 2007 über ein Risikobewertungsverfahren zu cabergolinhaltigen Arzneimitteln. Hintergrund ist das Risiko für die Ausbildung von fibrotischen Herzklappenveränderungen unter der Therapie.

Cabergolin ist ein Dopamin-Agonist, der unter anderem in der Parkinsonbehandlung eingesetzt wird. Die Warnung betrifft alle in Deutschland zugelassenen cabergolinhaltigen Arzneimittel und verweist auf einen entsprechenden Rote-Hand-Brief der Hersteller.

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Kurztext der behördlichen Sicherheitswarnung sowie dem medizinischen Hintergrundwissen zum referenzierten Rote-Hand-Brief.

Empfehlungen

Die BfArM-Sicherheitsinformation hebt folgende Kernaspekte für die Praxis hervor:

Anwendungsbeschränkungen

  • Laut der Information wurden die Produktinformationen für cabergolinhaltige Arzneimittel europaweit angepasst.

  • Es wird auf neu eingeführte Anwendungsbeschränkungen für diese Wirkstoffklasse der Dopamin-Agonisten hingewiesen.

  • Die Änderungen betreffen zahlreiche Zulassungen, insbesondere in der Parkinsonbehandlung.

Monitoring und Echokardiographie

  • Wie aus dem Titel der Sicherheitswarnung hervorgeht, sind während der Behandlung mit Cabergolin Kontrolluntersuchungen zwingend erforderlich.

  • Diese dienen der Überwachung und frühzeitigen Erkennung möglicher fibrotischer Herzklappenveränderungen.

  • Im klinischen Alltag wird hierbei ein Basis-Echokardiogramm vor Therapiebeginn sowie eine erste Kontrolle nach 3 bis 6 Monaten empfohlen.

  • Im weiteren Verlauf der Therapie wird zu jährlichen echokardiographischen Kontrollen geraten.

Kontraindikationen

Gemäß den Anpassungen durch das Risikobewertungsverfahren gelten folgende Einschränkungen:

  • Eine Therapie mit Cabergolin ist kontraindiziert, wenn bereits vor Behandlungsbeginn Anzeichen einer Herzklappenerkrankung (Valvulopathie) in der Echokardiographie nachweisbar sind.

  • Ebenso stellen bekannte fibrotische Erkrankungen (wie Lungen-, Herzbeutel- oder Retroperitonealfibrose) in der Anamnese eine Kontraindikation dar.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird dringend empfohlen, vor dem Start einer Cabergolin-Therapie eine echokardiographische Ausgangsuntersuchung durchzuführen, um vorbestehende Herzklappenveränderungen sicher auszuschließen.

Häufig gestellte Fragen

Das BfArM informierte über ein Risikobewertungsverfahren aufgrund des Risikos für fibrotische Herzklappenveränderungen. Infolgedessen wurden die Produktinformationen europaweit angepasst.

Es wird eine regelmäßige echokardiographische Überwachung empfohlen. Üblich sind Kontrollen vor Therapiebeginn, nach 3 bis 6 Monaten und anschließend in jährlichen Intervallen.

Eine Kontraindikation besteht bei echokardiographisch nachgewiesenen Herzklappenerkrankungen vor Behandlungsbeginn. Auch bekannte fibrotische Erkrankungen in der Vorgeschichte sprechen gegen eine Anwendung.

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Quelle: Cabergolinhaltige Arzneimittel und fibrotische Herzklappenveränderung: Wichtige Information zu Anwendungsbeschränkungen und Kontrolluntersuchungen während der Behandlung (BfArM, 2007). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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