StatPearls2026

Bimatoprost: Indikation, Dosierung und Kontraindikation

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Bimatoprost ist ein synthetisches Prostamid-Analogon, das strukturell dem Prostaglandin F2-alpha ähnelt. Laut der StatPearls-Zusammenfassung wird es primär zur Senkung des Augeninnendrucks (IOP) bei primärem Offenwinkelglaukom und okulärer Hypertension eingesetzt.

Der augeninnendrucksenkende Effekt beruht auf einer Erhöhung des Kammerwasserabflusses. Dies geschieht hauptsächlich über den uveoskleralen Weg durch die Aktivierung von Matrix-Metalloproteinasen, aber auch über das Trabekelwerk.

Zusätzlich fördert Bimatoprost das Wachstum, die Dicke und die Pigmentierung der Wimpern. Daher ist es laut Quelle auch für die kosmetische und medizinische Behandlung der Wimpern-Hypotrichose, beispielsweise nach einer Chemotherapie, zugelassen.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Anwendung:

Therapie des Glaukoms

Zur Senkung des Augeninnendrucks wird die topische Anwendung als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Wirkstoffen wie Timolol empfohlen (Erstlinientherapie). Die maximale Wirkung tritt laut Leitlinie nach 8 bis 12 Stunden ein und hält für 24 Stunden an.

Als Alternative zu täglichen Augentropfen wird ein intrakamerales Implantat beschrieben. Dieses setzt den Wirkstoff über 4 bis 6 Monate kontinuierlich frei und kann die Therapieadhärenz verbessern.

Therapie der Hypotrichose

Für das Wimpernwachstum wird die Anwendung der 0,03%igen Lösung empfohlen. Die Lösung wird mit einem Einweg-Applikator auf den Rand des Oberlids aufgetragen.

Die Leitlinie betont, dass für maximale Ergebnisse eine kontinuierliche Anwendung über mindestens 16 Wochen erforderlich ist. Nach Absetzen der Therapie kehren die Wimpern in der Regel zu ihrer ursprünglichen Beschaffenheit zurück.

Monitoring

Bei der Behandlung des Glaukoms wird eine anfängliche Kontrolle alle 2 bis 4 Wochen empfohlen, bis der individuelle Zieldruck erreicht ist. Nach Erreichen des Zieldrucks können die Kontrollintervalle laut Leitlinie auf 6 Monate ausgedehnt werden.

Zusätzlich wird empfohlen, bei allen Patienten auf Veränderungen der periokulären Pigmentierung zu achten.

Dosierung

Die StatPearls-Zusammenfassung nennt folgende Dosierungsschemata:

IndikationDarreichungsformDosierungAnwendungshinweise
Glaukom / Okuläre HypertensionAugentropfen (0,01 % oder 0,03 %)1 Tropfen 1-mal täglichAbends applizieren; 5 Minuten Abstand zu anderen Tropfen
Wimpern-HypotrichoseLösung (0,03 %)1 Tropfen 1-mal täglichAbends mit Einweg-Applikator auf den Oberlidrand auftragen
OffenwinkelglaukomIntrakamerales Implantat10 oder 15 µgWirkdauer 4 bis 6 Monate; Injektion in die Vorderkammer

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt folgende Kontraindikationen und Warnhinweise:

  • Überempfindlichkeit gegen Bimatoprost oder Inhaltsstoffe wie Benzalkoniumchlorid

  • Intraokulare Anwendung bei Neugeborenen, Säuglingen und Kindern (aufgrund von Pigmentierungsänderungen)

  • Schwangerschaft (Kategorie C) und Stillzeit (Anwendung möglichst vermeiden)

Zudem wird eine vorsichtige Anwendung bei folgenden Begleiterkrankungen empfohlen:

  • Makulaödem oder erhöhtes Risiko für ein zystoides Makulaödem (z. B. nach Kataraktoperation)

  • Aktive Uveitis oder andere okuläre Entzündungen

  • Zustand nach Herpes-simplex-Keratitis (Gefahr der Reaktivierung)

  • Aphakie oder komplizierte Pseudophakie

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt vor der sogenannten Prostaglandin-assoziierten Periorbitopathie, die sich durch eine Atrophie des periorbitalen Fettgewebes, eine Vertiefung des Oberlidsulkus und eine leichte Ptosis äußern kann. Zudem wird darauf hingewiesen, dass eine durch Bimatoprost induzierte Dunkelfärbung der Iris irreversibel sein kann. Dies betrifft insbesondere Patienten mit braunen oder haselnussbraunen Augen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sollten Kontaktlinsen vor der Anwendung entfernt werden. Sie können nach 15 Minuten wieder eingesetzt werden.

Die Leitlinie beschreibt, dass die 0,01%ige Formulierung eine vergleichbare Wirksamkeit wie die 0,03%ige Lösung zeigt. Sie führt jedoch seltener zu okulären Nebenwirkungen wie konjunktivaler Hyperämie.

Es wird darauf hingewiesen, dass Prostaglandin-Analoga wie Bimatoprost die Blut-Kammerwasser-Schranke stören können. Dies kann insbesondere nach Augenoperationen oder bei Entzündungen ein zystoides Makulaödem begünstigen.

Die Quelle gibt an, dass die Wimpern nach Beendigung der Therapie wieder ihre ursprüngliche Länge und Dicke annehmen. Der Effekt ist somit nicht dauerhaft.

Der Wirkstoff verlängert laut Leitlinie die Anagenphase (Wachstumsphase) des Haarzyklus und verzögert den Eintritt in die Katagenphase. Es werden jedoch keine neuen Haarfollikel gebildet.

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Quelle: StatPearls: Bimatoprost Ophthalmic Solution (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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