Akute Pankreatitis: Diagnostik, Therapie und Ernährung

Diese Leitlinie stammt aus 2013 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: ACG (2013)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die akute Pankreatitis ist eine der häufigsten gastrointestinalen Erkrankungen und geht mit einer erheblichen Morbidität und Mortalität einher. Die häufigsten Ursachen sind Gallensteine und übermäßiger Alkoholkonsum.

Die ACG-Leitlinie aus dem Jahr 2013 definiert die Schweregrade der Erkrankung neu und teilt diese in milde, mittelschwere und schwere Verläufe ein. Eine schwere akute Pankreatitis ist dabei durch ein anhaltendes Organversagen von mehr als 48 Stunden gekennzeichnet.

Das Management hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Insbesondere die Bedeutung einer frühen, aggressiven Flüssigkeitstherapie sowie der restriktive Einsatz von Antibiotika und chirurgischen Interventionen stehen im Fokus der aktuellen Empfehlungen.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist die frühe, aggressive intravenöse Flüssigkeitstherapie innerhalb der ersten 12 bis 24 Stunden die wichtigste Maßnahme zur Senkung von Morbidität und Mortalität. Es wird betont, dass eine Fortführung dieser aggressiven Hydratation nach 48 Stunden kaum noch zusätzlichen Nutzen bringt und bei Patienten mit kardialen oder renalen Vorerkrankungen zu Komplikationen wie einer Volumenüberladung führen kann.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt ein Kontrastmittel-CT nicht routinemäßig bei Aufnahme. Es wird erst empfohlen, wenn sich der klinische Zustand nach 48 bis 72 Stunden nicht bessert oder die Diagnose unklar ist.

Bei einer milden Pankreatitis wird laut Leitlinie eine sofortige orale Nahrungsaufnahme (fettarme, feste oder weiche Kost) empfohlen, sofern keine Übelkeit oder Erbrechen bestehen. Bei schweren Verläufen wird eine enterale Ernährung über eine Magensonde gegenüber einer parenteralen Ernährung bevorzugt.

Eine ERCP wird innerhalb von 24 Stunden empfohlen, wenn gleichzeitig eine akute Cholangitis vorliegt. Bei einer schweren akuten Pankreatitis ohne biliäre Obstruktion oder Sepsis bringt eine frühe ERCP keinen Vorteil.

Zur Prophylaxe bei Hochrisikopatienten empfiehlt die Leitlinie die Einlage von Pankreasgangstents. Zusätzlich wird die rektale Gabe von NSAR (wie Indometacin oder Diclofenac) unmittelbar nach dem Eingriff als wirksame Maßnahme beschrieben.

Asymptomatische Nekrosen bedürfen laut Leitlinie keiner Intervention. Bei infizierten Nekrosen sollte ein Eingriff (bevorzugt minimalinvasiv) idealerweise um 4 Wochen verschoben werden, bis sich eine Kapsel um die Nekrose gebildet hat.

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Quelle: ACG: Acute Pancreatitis Management (ACG, 2013). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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