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WHO-Schätzungen: Globale Krankheitslast durch Depressionen (2017)

World Health Organization (WHO)Psychiatrie24. Februar 2026
KI-generierter Artikel · Basiert auf World Health Organization (WHO) Leitlinie · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Wichtigste Änderungen

  • Weltweit leiden über 322 Millionen Menschen (4,4 %) an einer Depression.
  • Depressionen sind die weltweit führende Ursache für krankheitsbedingte Einschränkungen (Years Lived with Disability, YLD).
  • Angststörungen betreffen schätzungsweise 264 Millionen Menschen (3,6 % der Weltbevölkerung).
  • Suizid ist die zweithäufigste Todesursache bei den 15- bis 29-Jährigen (ca. 788.000 Suizide weltweit im Jahr 2015).

Die vorliegenden Daten der World Health Organization (WHO) fassen die globalen Schätzungen zur Prävalenz und Krankheitslast von häufigen psychischen Erkrankungen (Common Mental Disorders) zusammen. Diese umfassen primär depressive Störungen und Angststörungen.

Prävalenz von Depressionen

Weltweit sind schätzungsweise 322 Millionen Menschen von einer Depression betroffen. Dies entspricht 4,4 % der Weltbevölkerung. Die Zahl der Betroffenen ist zwischen 2005 und 2015 um 18,4 % gestiegen, was vor allem auf das globale Bevölkerungswachstum und die Alterung der Gesellschaft zurückzuführen ist.

  • Geschlechterverteilung: Frauen sind mit einer Prävalenz von 5,1 % häufiger betroffen als Männer (3,6 %).
  • Altersverteilung: Die Prävalenzraten variieren je nach Alter und erreichen ihren Höhepunkt im höheren Erwachsenenalter (über 7,5 % bei Frauen und über 5,5 % bei Männern in der Altersgruppe der 55- bis 74-Jährigen).

Prävalenz von Angststörungen

Angststörungen betreffen weltweit etwa 264 Millionen Menschen (3,6 % der Weltbevölkerung). Auch hier verzeichnet die WHO einen Anstieg der absoluten Fallzahlen um 14,9 % zwischen 2005 und 2015.

  • Geschlechterverteilung: Wie bei der Depression sind Frauen (4,6 %) häufiger betroffen als Männer (2,6 %).
  • Altersverteilung: Die Prävalenzraten unterscheiden sich zwischen den Altersgruppen nicht wesentlich, es zeigt sich jedoch ein Trend zu einer geringeren Prävalenz in älteren Altersgruppen.

Vergleich der Krankheitslast (YLD)

Die Krankheitslast wird in Years Lived with Disability (YLD) gemessen. Da viele Patienten gleichzeitig an Depressionen und Angststörungen leiden (Komorbidität), können die Prävalenzzahlen nicht einfach addiert werden.

ErkrankungGlobale PrävalenzPrävalenz FrauenPrävalenz MännerAnteil an globalen YLDsRang der Krankheitslast
Depression4,4 %5,1 %3,6 %7,5 %Platz 1
Angststörungen3,6 %4,6 %2,6 %3,4 %Platz 6

Depressionen sind der weltweit größte Einzelfaktor für nicht-tödlichen Gesundheitsverlust. Sie verursachen über 50 Millionen YLDs. Mehr als 80 % dieser Krankheitslast entfallen auf Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

Suizidalität

Depressionen sind ein Hauptrisikofaktor für Suizide. Die WHO-Daten zeigen das drastische Ausmaß dieser Folgeerscheinung:

  • Im Jahr 2015 starben weltweit 788.000 Menschen durch Suizid.
  • Suizid macht knapp 1,5 % aller Todesfälle weltweit aus und gehört damit zu den Top 20 der häufigsten Todesursachen.
  • Bei jungen Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren ist Suizid die zweithäufigste Todesursache weltweit.
  • 78 % aller globalen Suizide ereignen sich in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.
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Praxis-Tipp

Da Depressionen die weltweit führende Ursache für krankheitsbedingte Einschränkungen sind und häufig komorbid mit Angststörungen auftreten, ist ein proaktives Screening in der hausärztlichen Praxis essenziell zur Suizidprävention.

Häufig gestellte Fragen

Weltweit sind schätzungsweise über 322 Millionen Menschen (4,4 % der Bevölkerung) von einer Depression betroffen, wobei Frauen (5,1 %) häufiger erkranken als Männer (3,6 %).
Die Prävalenzraten erreichen ihren Höhepunkt im höheren Erwachsenenalter, insbesondere bei Personen zwischen 55 und 74 Jahren.
Depressionen sind der weltweit größte Einzelfaktor für krankheitsbedingte Einschränkungen (Years Lived with Disability, YLD) und verursachen 7,5 % aller weltweiten YLDs.
Im Jahr 2015 starben weltweit rund 788.000 Menschen durch Suizid. Bei den 15- bis 29-Jährigen ist Suizid die zweithäufigste Todesursache.

KI-generierte Zusammenfassung basierend auf Inhalten von World Health Organization (WHO). Alle Rechte liegen beim Herausgeber. Originaldokument ansehen