StatPearls-Aktualisierung: Bupropion (2026)

StatPearlsPharmakologie10. Mai 2026
KI-generierte Zusammenfassung|Basiert auf StatPearls Leitlinie|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Wichtigste Änderungen

  • Erweiterung des Fokus von reiner Toxizität auf ein umfassendes pharmakologisches Profil.
  • Detaillierte Auflistung von Off-Label-Indikationen (z.B. Adipositas, pädiatrisches ADHS).
  • Neue spezifische Dosierungsempfehlungen für verschiedene Patientengruppen (Nieren-/Leberinsuffizienz, Schwangerschaft).
  • Ausführliche Sektion zu Arzneimittelinteraktionen (CYP-Enzyme, MAO-Hemmer).

Was hat sich geändert?

  • Erweiterter Fokus: Die Leitlinie behandelt nun das gesamte pharmakologische Profil von Bupropion, nicht mehr nur die Toxizität.
  • Off-Label-Use: Neue Empfehlungen und Leitlinienverweise (z.B. AGA zur Adipositas) wurden integriert.
  • Dosierung und Administration: Detaillierte Schemata für IR-, SR- und XL-Formulierungen sowie Dosisanpassungen bei speziellen Patientengruppen wurden hinzugefügt.
  • Interaktionen: Eine neue, detaillierte Übersicht zu Wechselwirkungen, insbesondere bezüglich CYP2B6 und CYP2D6, ist nun enthalten.

Neue Empfehlungen im Detail

Indikationen und Off-Label-Use

Neben den FDA-zugelassenen Indikationen (Depression, saisonale affektive Störung, Raucherentwöhnung) werden nun explizit Off-Label-Anwendungen aufgeführt:

  • Antidepressiva-induzierte sexuelle Dysfunktion
  • ADHS (auch bei pädiatrischen Patienten)
  • Bipolare Depression
  • Adipositas

Neue Leitlinien-Integrationen:

  • Die American Gastroenterological Association (AGA) empfiehlt Naltrexon-Bupropion (ER) in Kombination mit Lebensstiländerungen bei Adipositas.
  • Die American Thoracic Society (ATS) positioniert Vareniclin vor Bupropion zur Raucherentwöhnung, sieht Bupropion aber weiterhin als Option.

Dosierung und spezielle Patientengruppen

Die Leitlinie bietet nun detaillierte Dosierungsschemata und Umrechnungsfaktoren. Besondere Beachtung finden spezielle Patientengruppen:

AspektBisherNeu
LeberinsuffizienzKeine spezifischen AngabenDosisreduktion um 50 % bei chronischer Lebererkrankung (AASLD-Empfehlung).
NiereninsuffizienzKeine spezifischen AngabenMaximal 150 mg/Tag bei einer eGFR von 30–60 mL/min.
SchwangerschaftKeine spezifischen AngabenBupropion sollte aufgrund begrenzter Sicherheitsdaten generell vermieden werden; SSRI werden bevorzugt.
Pädiatrie (ADHS)Keine spezifischen AngabenStartdosis 3 mg/kg/Tag, Titration bis max. 6 mg/kg/Tag (absolutes Maximum: 150 mg).

Arzneimittelinteraktionen

Ein neuer Fokus liegt auf pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Interaktionen:

  • CYP2B6-Induktoren: (z.B. Ritonavir, Carbamazepin) können Dosisanpassungen von Bupropion erfordern.
  • CYP2D6-Substrate: Bupropion hemmt CYP2D6 dosisabhängig. Eine Dosisreduktion von Medikamenten wie Venlafaxin, Metoprolol oder Risperidon kann nötig sein.
  • Dopaminerge Medikamente: Die Kombination mit Levodopa oder Amantadin kann zu ZNS-Toxizität führen.

Was bleibt gleich?

Die Kernaussagen zur Toxizität gelten weiterhin: Bupropion senkt dosisabhängig die Krampfschwelle. Bei Überdosierungen (insbesondere bei Retard-Präparaten) besteht ein hohes Risiko für verzögerte Krampfanfälle, weshalb eine Überwachung von mindestens 24 Stunden empfohlen wird. Die Therapie einer Intoxikation bleibt supportiv, wobei Benzodiazepine die erste Wahl bei Krampfanfällen sind.

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Praxis-Tipp

Achten Sie bei der Verordnung von Bupropion auf Dosisanpassungen bei Nieren- und Leberinsuffizienz sowie auf potenzielle Interaktionen über das CYP2D6-System.

Häufig gestellte Fragen

Zu den genannten Off-Label-Indikationen gehören Antidepressiva-induzierte sexuelle Dysfunktion, ADHS (auch pädiatrisch), bipolare Depression und Adipositas.
Bei Patienten mit einer eGFR von 30 bis 60 mL/min wird eine maximale Tagesdosis von 150 mg empfohlen.
Bupropion wird über CYP2B6 metabolisiert und hemmt selbst dosisabhängig CYP2D6, was Dosisanpassungen bei entsprechenden Substraten (z.B. Venlafaxin, Metoprolol) erforderlich machen kann.
Aufgrund des Risikos für verzögerte Krampfanfälle wird bei Überdosierungen mit Extended-Release-Formulierungen eine Überwachung von mindestens 24 Stunden empfohlen.

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