Rote-Hand-Brief: Risiko für Leberschäden durch Veoza (Fezolinetant)
Wichtigste Änderungen
- Leberfunktionstests vor Therapiebeginn durchführen; bei ALT/AST oder Gesamtbilirubin ≥ 2 x ULN Behandlung nicht starten.
- Monatliche Kontrolle der Leberwerte in den ersten drei Behandlungsmonaten, danach nach klinischem Ermessen.
- Sofortiger Therapieabbruch bei Transaminasen > 5 x ULN oder ≥ 3 x ULN in Kombination mit Bilirubin-Anstieg oder Symptomen.
Betroffenes Arzneimittel
Veoza (Fezolinetant) ist zugelassen für die Behandlung von moderaten bis schweren vasomotorischen Symptomen, die mit der Menopause assoziiert sind.
Sicherheitsproblem
Unter der Behandlung mit Fezolinetant können schwerwiegende arzneimittelbedingte Leberschädigungen auftreten. Aufgrund dieses Risikos wurden die Sicherheitsvorgaben zur Überwachung der Leberfunktion verschärft.
Empfohlene Massnahmen
Vor und während der Behandlung mit Veoza müssen folgende Vorgaben beachtet werden:
- Vor Therapiebeginn: Leberfunktionstests sind zwingend durchzuführen. Die Behandlung darf nicht begonnen werden, wenn die Serumwerte der Alaninaminotransferase (ALT) oder der Aspartataminotransferase (AST) ≥ 2 x der oberen Normgrenze (ULN) oder das Gesamtbilirubin ≥ 2 x ULN erhöht sind.
- Während der Therapie: In den ersten drei Monaten der Behandlung müssen die Leberfunktionstests monatlich erfolgen. Anschließend sind sie nach klinischem Ermessen durchzuführen.
- Bei Symptomen: Treten Anzeichen einer Leberschädigung auf (z. B. Fatigue, Pruritus, Ikterus, dunkler Urin, heller Stuhl, Übelkeit, Erbrechen, verminderter Appetit und/oder Abdominalschmerz), müssen umgehend Leberfunktionstests veranlasst werden. Patientinnen sind entsprechend aufzuklären.
- Therapieabbruch: Fezolinetant ist abzusetzen bei einer Erhöhung der Transaminasen auf > 5 x ULN oder bei einer Erhöhung auf ≥ 3 x ULN, wenn gleichzeitig das Gesamtbilirubin > 2 x ULN liegt oder Symptome einer Leberschädigung vorliegen.
- Nachsorge: Die Kontrolle der Leberfunktion sollte bis zur Normalisierung der Leberwerte fortgeführt werden.
Hintergrund
Die neuen Empfehlungen basieren auf Erkenntnissen zu schwerwiegenden Leberschädigungen unter der Therapie mit Fezolinetant. Der Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) vom 13.01.2025 dient der Risikominimierung und Patientensicherheit.
Praxis-Tipp
Führen Sie vor der Verordnung von Veoza zwingend Leberfunktionstests durch und kontrollieren Sie die Werte in den ersten drei Monaten monatlich. Klären Sie Patientinnen über die Symptome einer Leberschädigung auf.
Häufig gestellte Fragen
KI-generierte Zusammenfassung basierend auf Inhalten von AkdÄ. Alle Rechte liegen beim Herausgeber. Originaldokument ansehen →
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