Rote-Hand-Brief: Chargenrückruf von Albiomin® wegen Verunreinigung

AkdÄPharmakologie23. Mai 2026
KI-generierte Zusammenfassung|Basiert auf AkdÄ Leitlinie|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Wichtigste Änderungen

  • Sofortiger Anwendungsstopp aller betroffenen Chargen von Albiomin® 5 % und 20 %.
  • Rücksendung der betroffenen Flaschen an den Hersteller Biotest.
  • Überprüfung der Bestände auf bereits quarantänisierte Ware.

Betroffenes Arzneimittel

Albiomin® 5 % und 20 % Infusionslösung (Humanalbumin) des Herstellers Biotest. Das Präparat ist indiziert zur Wiederherstellung und Aufrechterhaltung des zirkulierenden Blutvolumens bei vermindertem Kreislaufvolumen, wenn die Anwendung von Kolloiden angezeigt ist.

Sicherheitsproblem

Der Hersteller informiert über einen Chargenrückruf (Risikoklasse: RAS I) von bestimmten Chargen Albiomin®. Grund hierfür ist eine Verunreinigung mit Ethylenglykol-haltigem Kühlmittel. Nach bisherigen Erkenntnissen ist das Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen aufgrund der Verunreinigung für den Patienten nicht wahrscheinlich. Bei einer akuten Ethylenglykolvergiftung (durch orale Aufnahme) reichen die Symptome jedoch von leichten zentralnervösen Beschwerden wie Benommenheit und Schwindel über komatöse Zustände bis hin zum Nieren- und Multiorganversagen.

Empfohlene Massnahmen

Alle belieferten Großhändler, Apotheken, Krankenhäuser und Ärzte sind aufgefordert, folgende Maßnahmen umzusetzen:

  • Sämtliche Flaschen der betroffenen Chargen im Bestand dürfen unverzüglich nicht mehr angewendet werden.
  • Die betroffene Ware ist an den Hersteller Biotest zurückzusenden.
  • Die betroffenen Chargen sollten bereits seit der Kommunikation vom 13. April 2017 quarantänisiert sein.

Hintergrund

Der Rote-Hand-Brief und der damit verbundene Rückruf erfolgen als Vorsichtsmaßnahme aufgrund der festgestellten Verunreinigung im Produktionsprozess. Die Wahl von Albumin anstelle künstlicher Kolloide ist stets von der klinischen Situation des einzelnen Patienten abhängig und soll unter Berücksichtigung der offiziellen Empfehlungen erfolgen.

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Praxis-Tipp

Überprüfen Sie umgehend Ihre Bestände auf betroffene Chargen von Albiomin®, stoppen Sie deren Anwendung und leiten Sie die Rücksendung an Biotest ein.

Häufig gestellte Fragen

Nach bisherigen Erkenntnissen ist das Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen unwahrscheinlich. Eine akute Ethylenglykolvergiftung kann jedoch theoretisch zu ZNS-Symptomen, Nieren- und Multiorganversagen führen.
Die betroffenen Flaschen dürfen unverzüglich nicht mehr angewendet werden und müssen an den Hersteller Biotest zurückgesendet werden.

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