RKI-Einschätzung: HPV-Schulimpfprogramme in Deutschland
Wichtigste Änderungen
- HPV-Impfquoten in Deutschland sind auch >15 Jahre nach STIKO-Empfehlung weiterhin niedrig.
- Schulimpfprogramme erreichen in anderen Ländern Quoten von über 70%.
- Erfolg in Deutschland aufgrund struktureller und kultureller Besonderheiten nicht garantiert.
- RKI evaluiert Modellprojekte in Bremen und im Landkreis Bergstraße (Hessen).
Hintergrund
Die HPV-Impfquoten in Deutschland sind auch mehr als 15 Jahre nach der STIKO-Empfehlung weiterhin niedrig. Als erfolgversprechende Maßnahme zur Steigerung werden von verschiedenen Akteuren flächendeckende Schulimpfprogramme vorgeschlagen.
Internationale Erfahrungen
In angelsächsischen und skandinavischen Ländern werden durch nationale Schulimpfprogramme in der Regel hohe Impfquoten von deutlich über 70% erreicht.
Situation in Deutschland
Auch wenn diese Programme international erfolgreich sind, lässt sich dieser Erfolg nicht zwangsläufig auf Deutschland übertragen. Gründe hierfür sind strukturelle sowie kulturelle und gesellschaftliche Besonderheiten.
Aktuelle RKI-Forschung
Das RKI untersucht den Effekt von Schulimpfprogrammen zur Erhöhung der HPV-Impfquoten im deutschen Kontext. Zu den evaluierten Modellregionen und Publikationen gehören: * Landkreis Bergstraße (Hessen): Evaluation des Effekts auf die Impfquoten in den ersten zehn Jahren nach Einführung. * Stadt Bremen: Evaluation des Schulimpfprogramms als Public-Health-Maßnahme. * VacMap: Dashboard zum allgemeinen Impfgeschehen in Deutschland.
Praxis-Tipp
Schulimpfprogramme könnten zukünftig eine Rolle spielen, aktuell bleibt jedoch die individuelle Aufklärung und Impfung in der Praxis entscheidend zur Steigerung der HPV-Impfquoten.
Häufig gestellte Fragen
KI-generierte Zusammenfassung basierend auf Inhalten von RKI/STIKO. Alle Rechte liegen beim Herausgeber. Originaldokument ansehen →
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