Update 2026: DGK-Positionspapier zur Schlafmedizin in der Kardiologie
Wichtigste Änderungen
- Erstmals eigenes Kapitel und konkrete Empfehlungen zur Telemedizin und zum Telemonitoring.
- Aktualisierte Stellungnahmen zur Therapie der Schlafapnoe bei Herzinsuffizienz, insbesondere Kontraindikation von ASV bei HFrEF.
- Neue Erkenntnisse zur Diagnostik mittels Wearables und 1- bis 3-Kanal-Messsystemen.
- Enge Verknüpfung mit dem neuen Curriculum Schlafmedizin der DGK.
Was hat sich geändert?
- Telemedizin: Erstmals Empfehlungen zur Telemedizin als eigenes Kapitel.
- Herzinsuffizienz: Aktualisierte Stellungnahmen zu schlafassoziierten Atmungsstörungen bei Herzinsuffizienz, insbesondere die Kontraindikation von ASV bei HFrEF.
- Wearables: Neue diagnostische Tools wie Wearables werden bewertet.
- Curriculum: Enge Verknüpfung mit dem neuen Curriculum Schlafmedizin der DGK.
Neue Empfehlungen im Detail
Telemedizin und Telemonitoring
Erstmals wird der Telemedizin ein eigenes Kapitel gewidmet. Cloud-basierter Informationsaustausch und Videosprechstunden können die Stufendiagnostik optimieren. Telemonitoring von PAP-Geräten ermöglicht es, frühzeitig auf Veränderungen der Therapiedaten zu reagieren und Therapieabbruchraten zu reduzieren.
Diagnostik und Wearables
Wearables (wie Fitnesstracker oder Smartwatches) bieten neue Möglichkeiten zur Schlafvermessung, sind jedoch noch nicht ausreichend gegen den Goldstandard (Polysomnographie) validiert und können daher zur Untersuchung bis dato nicht generell empfohlen werden.
Herzinsuffizienz (HFrEF und HFpEF)
Die Therapie der zentralen Schlafapnoe (ZSA) mittels adaptiver Servoventilation (ASV) ist bei Patienten mit symptomatischer HFrEF (LVEF ≤45 %) und prädominanter ZSA aufgrund einer erhöhten Mortalität (SERVE-HF-Studie) kontraindiziert. Bei HFpEF kann eine ASV-Therapie erwogen werden.
| Aspekt | Bisher | Neu |
|---|---|---|
| ASV bei HFrEF und ZSA | Galt als Goldstandard | Kontraindiziert (erhöhte Mortalität) |
| Telemedizin | Kaum adressiert | Eigenes Kapitel, Nutzung zur Optimierung der PAP-Therapie empfohlen |
| Wearables zur Diagnostik | Nicht relevant | Noch nicht validiert, aber wachsendes Feld mit Potenzial |
Was bleibt gleich?
Die Polygraphie bleibt die Standarduntersuchung zur Evaluierung einer schlafbezogenen Atmungsstörung in der Kardiologie. Die CPAP-Therapie ist weiterhin die Standardtherapie der symptomatischen obstruktiven Schlafapnoe (OSA). Auch die Bedeutung der Gewichtsreduktion als flankierende Maßnahme bleibt bestehen.
Praxis-Tipp
Nutzen Sie telemedizinische Ansätze zur Überwachung der PAP-Therapie und beachten Sie zwingend die Kontraindikation für ASV bei HFrEF-Patienten mit zentraler Schlafapnoe.
Häufig gestellte Fragen
KI-generierte Zusammenfassung basierend auf Inhalten von DGK. Alle Rechte liegen beim Herausgeber. Originaldokument ansehen→
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