DGK-Konsensuspapier: Molekulare Autopsie bei unklaren Todesfällen (2026)
Wichtigste Änderungen
- Keine inhaltlichen Änderungen zur Vorversion von 2021
- Bestätigung der interdisziplinären postmortalen Stufendiagnostik
- Weiterhin starke Empfehlung zur Asservierung von Blut/Gewebe bei unklaren Todesfällen <40 Jahren
Was hat sich geändert?
Die vorliegende Aktualisierung des Konsensuspapiers der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) aus dem Jahr 2026 weist keine inhaltlichen Änderungen gegenüber der Version von 2021 auf. Alle bisherigen Empfehlungen zur postmortalen molekulargenetischen Untersuchung (molekulare Autopsie) bei kardiovaskulären und ungeklärten Todesfällen wurden vollumfänglich bestätigt.
Was bleibt gleich?
Da keine Neuerungen eingeführt wurden, gelten die etablierten Standards zur postmortalen Stufendiagnostik unverändert weiter. Zu den wichtigsten Kernaussagen gehören:
- Materialasservierung: Bei einem ungeklärten plötzlichen Tod (SD) eines Patienten unter 40 Jahren wird weiterhin eine Obduktion sowie die Asservierung von Blut und/oder geeignetem Gewebe zur späteren DNA-Gewinnung empfohlen (Klasse-IC-Empfehlung).
- Familienevaluation: Bei einem ungeklärten Todesfall unter 40 Jahren ist die kardiologische und kinderkardiologische Untersuchung von Familienangehörigen (Eltern, Geschwister, Nachkommen) bezüglich einer kardialen Erkrankung mit Prädisposition zum plötzlichen Herztod indiziert (Klasse-IC-Empfehlung).
- Kardiopathologische Untersuchung: Im Rahmen der Obduktion wird eine kardiopathologische Untersuchung empfohlen, wenn zuvor keine Todesursache identifiziert wurde oder spezifische Hinweise auf eine kardiale Erkrankung bestehen (Klasse-IC-Empfehlung).
- Molekulare Autopsie: Eine postmortale molekulargenetische Untersuchung sollte erwogen werden, wenn alle Untersuchungen der Stufendiagnostik keinen Hinweis auf die Todesursache ergeben haben (Klasse-IIa-Empfehlung).
| Aspekt | Bisher (2021) | Neu (2026) |
|---|---|---|
| Materialasservierung <40 Jahre | Klasse-IC-Empfehlung | Unverändert |
| Kaskadenscreening der Familie | Klasse-IC-Empfehlung | Unverändert |
| Molekulare Autopsie bei unklarer Ursache | Klasse-IIa-Empfehlung | Unverändert |
Praxis-Tipp
Asservieren Sie bei unklaren Todesfällen von Patienten unter 40 Jahren stets frühzeitig EDTA-Blut oder nicht-autolytisches Gewebe, um eine spätere molekulare Autopsie zu ermöglichen.
Häufig gestellte Fragen
KI-generierte Zusammenfassung basierend auf Inhalten von DGK. Alle Rechte liegen beim Herausgeber. Originaldokument ansehen→
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