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DGK-Konsensuspapier: Molekulare Autopsie bei unklaren Todesfällen (2026)

DGKKardiologie10. August 2026
KI-generierte Zusammenfassung|Basiert auf DGK Leitlinie|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Wichtigste Änderungen

  • Keine inhaltlichen Änderungen zur Vorversion von 2021
  • Bestätigung der interdisziplinären postmortalen Stufendiagnostik
  • Weiterhin starke Empfehlung zur Asservierung von Blut/Gewebe bei unklaren Todesfällen <40 Jahren

Was hat sich geändert?

Die vorliegende Aktualisierung des Konsensuspapiers der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) aus dem Jahr 2026 weist keine inhaltlichen Änderungen gegenüber der Version von 2021 auf. Alle bisherigen Empfehlungen zur postmortalen molekulargenetischen Untersuchung (molekulare Autopsie) bei kardiovaskulären und ungeklärten Todesfällen wurden vollumfänglich bestätigt.

Was bleibt gleich?

Da keine Neuerungen eingeführt wurden, gelten die etablierten Standards zur postmortalen Stufendiagnostik unverändert weiter. Zu den wichtigsten Kernaussagen gehören:

  • Materialasservierung: Bei einem ungeklärten plötzlichen Tod (SD) eines Patienten unter 40 Jahren wird weiterhin eine Obduktion sowie die Asservierung von Blut und/oder geeignetem Gewebe zur späteren DNA-Gewinnung empfohlen (Klasse-IC-Empfehlung).
  • Familienevaluation: Bei einem ungeklärten Todesfall unter 40 Jahren ist die kardiologische und kinderkardiologische Untersuchung von Familienangehörigen (Eltern, Geschwister, Nachkommen) bezüglich einer kardialen Erkrankung mit Prädisposition zum plötzlichen Herztod indiziert (Klasse-IC-Empfehlung).
  • Kardiopathologische Untersuchung: Im Rahmen der Obduktion wird eine kardiopathologische Untersuchung empfohlen, wenn zuvor keine Todesursache identifiziert wurde oder spezifische Hinweise auf eine kardiale Erkrankung bestehen (Klasse-IC-Empfehlung).
  • Molekulare Autopsie: Eine postmortale molekulargenetische Untersuchung sollte erwogen werden, wenn alle Untersuchungen der Stufendiagnostik keinen Hinweis auf die Todesursache ergeben haben (Klasse-IIa-Empfehlung).
AspektBisher (2021)Neu (2026)
Materialasservierung <40 JahreKlasse-IC-EmpfehlungUnverändert
Kaskadenscreening der FamilieKlasse-IC-EmpfehlungUnverändert
Molekulare Autopsie bei unklarer UrsacheKlasse-IIa-EmpfehlungUnverändert
💡

Praxis-Tipp

Asservieren Sie bei unklaren Todesfällen von Patienten unter 40 Jahren stets frühzeitig EDTA-Blut oder nicht-autolytisches Gewebe, um eine spätere molekulare Autopsie zu ermöglichen.

Häufig gestellte Fragen

Bei jedem ungeklärten plötzlichen Todesfall eines Patienten unter 40 Jahren wird die Asservierung von Blut und/oder Gewebe zur späteren DNA-Gewinnung empfohlen.
Es wird eine systematische kardiologische Untersuchung der biologisch verwandten Familienangehörigen (Eltern, Geschwister, Nachkommen) im Sinne einer Kaskadenuntersuchung empfohlen.
Bevorzugt werden 5-10 ml EDTA-Blut oder 50 mg bis 2 g tiefgefrorenes, nicht-autolytisches Gewebe (z.B. Herz, Leber, Milz), da Formalin-fixierte Proben die DNA-Qualität einschränken.

KI-generierte Zusammenfassung basierend auf Inhalten von DGK. Alle Rechte liegen beim Herausgeber. Originaldokument ansehen