Update 2026: DGK-Curriculum Kardiale Computertomographie
Wichtigste Änderungen
- Detaillierte Definition der Untersuchungszahlen für Level 1 bis 3, inklusive spezifischer Quoten für TAVI-Vorbereitungen.
- Einführung eines strukturierten Anerkennungsverfahrens für erfahrene Kardiologen (Grandfathering).
- Neue Vorgaben zur Rezertifizierung nach 7 Jahren mit definierten Fallzahlen und CME-Punkten.
Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) hat das Curriculum für die Zusatzqualifikation "Kardiale Computertomographie" aktualisiert. Die Richtlinie strukturiert die Ausbildung in drei Stufen und legt klare Qualitätsstandards für die Diagnostik fest.
Was hat sich geaendert?
- Detaillierte Fallzahlen: Für alle drei Ausbildungsstufen (Level 1-3) wurden spezifische Untersuchungszahlen definiert, die nun auch TAVI-Vorbereitungen explizit einschließen.
- Anerkennungsverfahren: Für sehr erfahrene Kardiologen wurde ein strukturiertes Verfahren zur direkten Level-3-Zertifizierung eingeführt.
- Rezertifizierung: Es wurde eine 7-jährliche Rezertifizierungspflicht für Personen und Ausbildungsstätten etabliert.
Neue Empfehlungen im Detail
Das Curriculum definiert drei aufeinander aufbauende Stufen für die Zusatzqualifikation. Für jede Stufe sind spezifische Qualifizierungszeiten und Untersuchungszahlen nachzuweisen.
| Aspekt | Level 1 (Grundkenntnisse) | Level 2 (Selbstständigkeit) | Level 3 (Leitung/Ausbilder) |
|---|---|---|---|
| Dauer | 6 Wochen | 3 Monate | 12 Monate |
| Fallzahlen gesamt | 50 | 100 | 400 |
| Davon CTA | 40 | 70 | 250 |
| Davon TAVI | - | 10 | 25 |
Anerkennungsverfahren für erfahrene Kardiologen Fachärzte mit mindestens 10-jähriger Erfahrung in der kardialen CT können die Level-3-Zertifizierung ohne das reguläre Programm erhalten. Voraussetzung ist der Nachweis von 4.000 kardialen CT-Untersuchungen (davon mindestens 2.500 koronare CTAs und 250 TAVI-Vorbereitungen).
Rezertifizierung Die Zertifikate sind befristet. Nach 7 Jahren muss eine Rezertifizierung erfolgen. Hierfür müssen im abgelaufenen Zeitraum erneute Fallzahlen nachgewiesen werden (z.B. 100 Untersuchungen für den Erhalt von Level 2).
Was bleibt gleich?
Die kardiale CT ist weiterhin ein integraler Bestandteil der kardiologischen Diagnostik. Zwingende Voraussetzung für die Anwendung und Befundinterpretation bleiben fundierte klinische Kenntnisse der Kardiologie, insbesondere der invasiven Herzkatheterdiagnostik und der Echokardiographie.
Praxis-Tipp
Kardiologen sollten frühzeitig die geforderten Fallzahlen (insbesondere TAVI-Planungen) dokumentieren und rechtzeitig an die 7-jährliche Rezertifizierung denken.
Häufig gestellte Fragen
KI-generierte Zusammenfassung basierend auf Inhalten von DGK. Alle Rechte liegen beim Herausgeber. Originaldokument ansehen→
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