StatPearls2026

Subarachnoidalraum: Anatomie, Liquorzirkulation & SAB

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Übersicht beschreibt die Anatomie und klinische Relevanz des Subarachnoidalraums. Dieser Raum befindet sich zwischen der Arachnoidea mater und der Pia mater und umgibt das Gehirn sowie das Rückenmark.

Ein Netzwerk aus feinem Bindegewebe, die sogenannten Trabekel, verbindet diese beiden Hirnhäute und verleiht dem Raum ein spinnwebartiges Aussehen. Der Subarachnoidalraum enthält den Liquor cerebrospinalis (CSF) sowie die großen zerebralen Blutgefäße.

Die Tiefe des Raumes ist nicht einheitlich, da die Pia mater den Konturen des Gehirns folgt, während die Arachnoidea lediglich die Sulci überbrückt. An Stellen, wo sich das Gehirn aufgrund seiner Form vom Schädel entfernt, entstehen erweiterte, liquorgefüllte Räume, die als Zisternen bezeichnet werden.

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Liquorzirkulation

Der Liquor wird primär vom Plexus choroideus mit einer Rate von 0,3 ml/min produziert. Insgesamt zirkulieren zu jedem Zeitpunkt etwa 150 ml Liquor im zentralen Nervensystem.

Nach der Produktion fließt der Liquor durch das Ventrikelsystem und tritt über die Foramina Luschkae und das Foramen Magendie in den Subarachnoidalraum ein. Die Resorption erfolgt schließlich über die Arachnoidalzotten in den Sinus sagittalis superior.

Subarachnoidalzisternen

Die Zisternen sind anatomisch nicht vollständig voneinander getrennt, sondern stehen untereinander und mit dem restlichen Subarachnoidalraum in freier Verbindung. Der Text beschreibt folgende Hauptzisternen:

ZisterneLokalisationWichtige anatomische Strukturen
Cisterna laminae terminalisAnterior des dritten VentrikelsAa. cerebri anteriores, A. communicans anterior
Cisterna sylvica (insularis)Fissur zwischen Temporal- und FrontallappenA. und V. cerebri media
Cisterna suprasellaris (chiasmatica)Anterior des Chiasma opticumNn. optici, Hypophysenstiel, Ursprung A. cerebri anterior
Cisterna interpeduncularisZwischen den Hirnschenkeln des MittelhirnsBifurkation der A. basilaris, N. oculomotorius
Cisterna superiorPosterolateral des MittelhirnsV. cerebri magna, N. trochlearis
Cisterna pontisAnterior der PonsA. basilaris, N. abducens
Cisterna cerebellopontinaLateraler Winkel zwischen Pons und CerebellumN. facialis, N. vestibulocochlearis, N. trigeminus
Cisterna cerebellomedullaris (magna)Zwischen Medulla oblongata und CerebellumA. vertebralis, Nn. glossopharyngeus, vagus, accessorius, hypoglossus
Cisterna lumbalisUnterer lumbaler Spinalkanal (L1/L2 bis S2)Filum terminale, Cauda equina (Ort der Lumbalpunktion)

Klinische Pathologien

Bei einer Subarachnoidalblutung (SAB) kommt es zur Blutansammlung im Subarachnoidalraum, meist traumatisch oder durch Aneurysmen bedingt. Das Leitsymptom ist der Vernichtungskopfschmerz.

Zur Diagnostik wird primär eine CT-Untersuchung des Kopfes beschrieben. Bei unauffälligem CT, aber hohem klinischem Verdacht, wird eine Lumbalpunktion zum Nachweis von Xanthochromie im Liquor angeführt.

Ein erhöhter intrakranieller Druck kann sich auf den N. opticus übertragen, da dessen Scheide mit dem Subarachnoidalraum in Verbindung steht. Dies kann zu einer Stauungspapille (Papillenödem) und bei längerem Bestehen zu dauerhaften Sehschäden führen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei Verdacht auf eine Subarachnoidalblutung und einem unauffälligen initialen CT-Befund wird laut Text eine Lumbalpunktion zur weiteren Abklärung beschrieben. Ein gelblicher Aspekt des Liquors (Xanthochromie) gilt dabei als Hinweis auf Blutabbauprodukte im Subarachnoidalraum. Zudem wird betont, dass die Kenntnis der Zisternen bei neurochirurgischen Eingriffen eine schonende Mobilisation des Gehirns ohne Retraktion ermöglicht.

Häufig gestellte Fragen

Der Subarachnoidalraum liegt anatomisch zwischen der Arachnoidea mater (Spinnwebhaut) und der Pia mater. Er umgibt das Gehirn sowie das Rückenmark und enthält den Liquor cerebrospinalis.

Laut StatPearls-Übersicht produziert der Plexus choroideus den Liquor mit einer Rate von etwa 0,3 ml pro Minute. Zu jedem Zeitpunkt zirkulieren insgesamt rund 150 ml Liquor im System.

Die Entnahme von Liquor erfolgt typischerweise aus der Cisterna lumbalis. Diese befindet sich im unteren lumbalen Spinalkanal und reicht etwa vom ersten/zweiten Lendenwirbel bis zum zweiten Kreuzbeinwirbel.

Das charakteristische Leitsymptom einer Subarachnoidalblutung ist der sogenannte Vernichtungskopfschmerz. Betroffene beschreiben diesen oft als den schlimmsten Kopfschmerz ihres Lebens.

Die Scheide des Sehnervs (Nervus opticus) steht in direkter Verbindung mit dem Subarachnoidalraum des Gehirns. Ein erhöhter intrakranieller Druck überträgt sich auf den Sehnerv und führt zu einer Vorwölbung und Einklemmung am Sehnervenkopf.

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Quelle: StatPearls: Anatomy, Head and Neck, Subarachnoid Space (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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