StatPearls2026

Streptomycin: Indikation, Dosierung und Nebenwirkungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Streptomycin ist ein Aminoglykosid-Antibiotikum, das ursprünglich aus dem Bakterium Streptomyces griseus isoliert wurde. Laut der StatPearls-Zusammenfassung wirkt es bakterizid durch die Hemmung der ribosomalen Proteinsynthese an der 30S-Untereinheit.

Das Wirkspektrum umfasst primär aerobe gramnegative Bakterien. Es wird unter anderem bei Brucellose, Tularämie, Pest und bestimmten Formen der Endokarditis in Kombination mit Beta-Laktam-Antibiotika eingesetzt.

In der Behandlung der pulmonalen Tuberkulose gilt Streptomycin heute als Alternativtherapie zur Standard-Vierfachtherapie. Es behält jedoch einen wichtigen Stellenwert bei der Behandlung von medikamentenresistenten Mykobakterien, wenn die Standardtherapie nicht wirksam oder nicht verfügbar ist.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte für den klinischen Einsatz:

Indikationsstellung und Anwendung

Laut den Autoren wird Streptomycin primär bei aeroben gramnegativen Infektionen eingesetzt. Gegen Pseudomonas aeruginosa besteht keine verlässliche Wirksamkeit.

Für die Tuberkulosetherapie wird betont:

  • Streptomycin darf niemals als Monotherapie eingesetzt werden.

  • Die Anwendung erfolgt stets in Kombination mit anderen Antituberkulotika wie Isoniazid, Rifampicin und Pyrazinamid.

  • Bei adipösen Personen muss die Dosierung auf Basis des Idealgewichts berechnet werden, da sich Aminoglykoside hauptsächlich im mageren Gewebe verteilen.

Monitoring

Aufgrund der geringen therapeutischen Breite wird ein engmaschiges Monitoring empfohlen:

  • Die Nierenfunktion muss sowohl vor als auch während der Therapie überwacht werden.

  • Bei Behandlungen, die länger als zwei bis drei Tage dauern, ist eine Kontrolle der Serumkonzentrationen erforderlich.

  • Dies dient der Sicherstellung der Wirksamkeit und der Vermeidung toxischer Talspiegel.

Toxizitätsmanagement

Die Autoren weisen auf schwerwiegende toxische Effekte hin, die eine besondere Überwachung erfordern:

  • Ototoxizität: Vestibuläre Schäden treten häufig während der Behandlung auf und sind meist irreversibel.

  • Nephrotoxizität: Diese äußert sich durch milde Proteinurie oder erhöhten Harnstoff und ist in der Regel reversibel.

  • Bei einer Intoxikation kann eine Dialyse zur Senkung der Serumkonzentration eingesetzt werden.

Dosierung

Die Verabreichung erfolgt primär parenteral als tiefe intramuskuläre Injektion. Bei Schmerzintoleranz oder geringer Muskelmasse kann auf eine intravenöse Gabe ausgewichen werden.

PatientengruppeTagesdosisBemerkungen
Junge Erwachsene1 gAls Einzeldosis oder aufgeteilt in zwei Dosen
Erwachsene über 40 Jahre0,75 gDosisanpassung aufgrund des Alters
Kinder20 mg/kgMaximaldosis: 40 mg/kg pro Tag

Kontraindikationen

Laut der Quelle bestehen folgende Kontraindikationen für den Einsatz von Streptomycin:

  • Niereninsuffizienz: Aufgrund der verminderten Ausscheidungsrate und der Gefahr einer stark verlängerten Halbwertszeit.

  • Schwangerschaft: Das Medikament ist plazentagängig, teratogen und hat bekannte ototoxische Effekte auf den Fötus.

  • Myasthenia gravis: Es besteht das Risiko einer neuromuskulären Blockade durch die Hemmung der neuromuskulären Übertragung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Autoren warnen ausdrücklich vor der Kombination von Streptomycin mit anderen potenziell ototoxischen oder nephrotoxischen Medikamenten. Es wird hervorgehoben, dass vestibuläre Schäden als Leitsymptom der Toxizität gelten und in der Regel irreversibel sind.

Häufig gestellte Fragen

Laut der Zusammenfassung sind Aminoglykoside hydrophil und benötigen ein Elektronentransportsystem, um die Bakterienzellmembran zu durchdringen. Dieses System ist nur während des respiratorischen Zyklus aerober Bakterien aktiv.

Die Quelle gibt an, dass sich Aminoglykoside hauptsächlich im mageren Gewebe verteilen. Daher wird empfohlen, die Dosis bei adipösen Personen auf Basis des Idealgewichts und nicht des tatsächlichen Körpergewichts zu berechnen.

Eine Nephrotoxizität manifestiert sich laut den Autoren typischerweise durch eine milde Proteinurie, vermehrte zelluläre Ausscheidung und leicht erhöhte Harnstoffwerte im Blut. Im Gegensatz zur Ototoxizität sind diese Effekte meist vorübergehend.

Die Autoren raten strikt von einer Monotherapie ab, da sich schnell Resistenzen entwickeln können. Es wird betont, dass Streptomycin bei Tuberkulose immer in Kombination mit anderen Wirkstoffen wie Isoniazid, Rifampicin und Pyrazinamid eingesetzt wird.

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Quelle: StatPearls: Streptomycin (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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