StatPearls2026

Sternalfraktur: Diagnostik, Bildgebung und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Sternalfrakturen entstehen meist durch stumpfe Thoraxtraumata, insbesondere durch Dezelerationsverletzungen bei Verkehrsunfällen. Die Inzidenz bei Autounfällen liegt laut StatPearls bei 3 bis 6,8 Prozent, wobei die Gurtpflicht paradoxerweise zu einem Anstieg geführt hat.

Ältere Patienten, postmenopausale Frauen und Personen unter Langzeitsteroidtherapie weisen ein erhöhtes Risiko auf. Bei jüngeren Patienten ist der Thorax elastischer, was zwar die Frakturgefahr senkt, aber das Risiko für intrathorakale Verletzungen erhöht.

Isolierte Sternalfrakturen haben eine sehr gute Prognose mit einer Mortalität von unter einem Prozent. Treten sie jedoch in Kombination mit Begleitverletzungen auf, steigt die Mortalität signifikant auf 25 bis 45 Prozent an.

Empfehlungen

Der StatPearls-Artikel formuliert folgende Kernempfehlungen zur Evaluation und Behandlung:

Akutmanagement und ATLS-Richtlinien

Die initiale Versorgung sollte strikt nach den Advanced Trauma Life Support (ATLS)-Richtlinien erfolgen. Nach der Sicherung von Atemwegen, Atmung und Kreislauf (ABC) wird eine primäre Untersuchung empfohlen, um lebensbedrohliche Zustände zu identifizieren.

Laut Text müssen sechs kritische Begleitverletzungen umgehend erkannt und behandelt werden:

  • Atemwegsobstruktion

  • Spannungspneumothorax

  • Offener Pneumothorax

  • Massiver Hämatothorax

  • Thoraxwandinstabilität (Flail Chest)

  • Perikardtamponade

Bildgebende Diagnostik

Die Auswahl der Bildgebung richtet sich nach der klinischen Präsentation. Der Text vergleicht die gängigen Modalitäten wie folgt:

Bildgebendes VerfahrenDiagnostischer NutzenBesonderheiten
Röntgen-Thorax (a.p.)Geringe Sensitivität (~50 %)Oft unzureichend für transversale Frakturen
Röntgen-Thorax (lateral)Hohe SensitivitätStandard für die Darstellung sagittaler Dislokationen
CT-Thorax (Spiral-CT)Höchste SensitivitätIdeal zum Ausschluss intrathorakaler Begleitverletzungen
SonographieHoch (gleichwertig zu Röntgen)Bettseitig verfügbar, verkürzt die Diagnosezeit

Kardiales Monitoring

Für alle Patienten, die sich mit einer Sternalfraktur in der Notaufnahme vorstellen, wird ein kontinuierliches kardiales Monitoring sowie eine Pulsoximetrie empfohlen.

Zusätzlich sollte ein EKG abgeleitet werden, um Zeichen einer Myokardkontusion wie Arrhythmien oder ST-Strecken-Veränderungen zu erkennen. Bei Verdacht auf eine kardiale Beteiligung wird die Bestimmung von Troponin sowie eine Echokardiographie zur Beurteilung von Wandbewegungsstörungen empfohlen.

Therapie und Disposition

Die Basistherapie isolierter Sternalfrakturen besteht in einer adäquaten Analgesie. Es wird empfohlen, Atemübungen durchzuführen, um pulmonalen Komplikationen wie Atelektasen oder Pneumonien vorzubeugen.

Eine stationäre Aufnahme wird für Patienten mit Hinweisen auf eine Myokardkontusion, intrathorakalen Begleitverletzungen, hämodynamischer Instabilität oder unzureichender Schmerzkontrolle empfohlen. Ältere Patienten erfordern aufgrund des erhöhten Risikos für Atemwegskomplikationen eine besonders enge Überwachung.

Eine chirurgische Fixierung ist laut Text nur bei stark dislozierten oder instabilen Frakturen sowie bei chronischen Schmerzen oder Pseudarthrosen indiziert.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein unauffälliges anterior-posteriores Röntgenbild schließt eine Sternalfraktur nicht aus, da diese Projektion nur eine Sensitivität von etwa 50 Prozent aufweist. Der Text betont, dass eine laterale Röntgenaufnahme oder eine CT-Bildgebung entscheidend sind, um transversale Frakturen zuverlässig zu diagnostizieren. Zudem wird hervorgehoben, dass bei jeder Sternalfraktur zwingend ein EKG zum Ausschluss einer Myokardkontusion abgeleitet werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls heilen die meisten isolierten Sternalfrakturen spontan innerhalb von durchschnittlich 10 Wochen ab. Eine operative Fixierung ist nur in seltenen Fällen bei chronischen Schmerzen oder ausbleibender Knochenheilung erforderlich.

Eine stationäre Aufnahme wird bei hämodynamischer Instabilität, unkontrollierbaren Schmerzen, intrathorakalen Begleitverletzungen oder Zeichen einer Myokardkontusion empfohlen. Auch ältere Patienten sollten aufgrund des Risikos für pulmonale Komplikationen engmaschig überwacht werden.

Die bettseitige Sonographie weist laut Text eine gleichwertige oder sogar höhere Sensitivität als das konventionelle Röntgen auf. Sie kann die Zeit bis zur Diagnosestellung in der Notaufnahme signifikant verkürzen.

Jüngere Patienten besitzen eine elastischere Thoraxwand, die die Energie eines Aufpralls schlechter absorbiert. Dies führt zwar seltener zu Frakturen des Sternums, erhöht jedoch das Risiko für schwere intrathorakale Verletzungen.

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Quelle: StatPearls: Sternal Fractures (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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