StatPearls2026

Spalthauttransplantation: Indikation und Durchführung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie beschreibt die Spalthauttransplantation als chirurgisches Verfahren zur Deckung von Wunden, die nicht primär heilen können. Hierbei werden die Epidermis und ein Teil der Dermis entnommen.

Da die Hautanhangsgebilde an der Entnahmestelle teilweise erhalten bleiben, kommt es laut Leitlinie innerhalb von zwei bis drei Wochen zu einer Reepithelisierung. Dies ermöglicht eine erneute Nutzung der Entnahmestelle.

Typische Entnahmestellen sind der laterale Oberschenkel und der Rumpf. Das Verfahren wird häufig bei Verbrennungen, Traumata, chronischen Ulzera und chirurgischen Wunden eingesetzt.

Empfehlungen

Indikation und Wundbett

Die Leitlinie empfiehlt Spalthauttransplantate für großflächige Wunden, die keine Gelenke kreuzen und keine hohe kosmetische Relevanz haben.

Voraussetzung für ein erfolgreiches Anwachsen ist ein gut vaskularisiertes Wundbett. Die Leitlinie betont, dass das Transplantat in den ersten Tagen vollständig auf die Diffusion von Nährstoffen aus dem Wundbett angewiesen ist.

Klassifikation und Transplantatwahl

Die Leitlinie teilt Spalthauttransplantate anhand ihrer Dicke in drei Kategorien ein:

KlassifikationDicke in mm
Dünn0,15 - 0,30
Intermediär0,30 - 0,45
Dick0,45 - 0,60

Zudem wird zwischen gemeshten (netzartig eingeschnittenen) und ungemeshten Transplantaten unterschieden:

EigenschaftGemeshtes Transplantat (Meshed)Ungemeshtes Transplantat (Sheet)
OberflächenabdeckungVergrößertStandard
WundsekretabflussErmöglicht durch NetzstrukturEingeschränkt (höheres Seromrisiko)
Kosmetisches ErgebnisEingeschränkt (Kopfsteinpflaster-Muster)Besser
EinheilungszeitLängerKürzer

Vorbereitung und Technik

Laut Leitlinie wird ein Debridement des Wundbetts bis auf gesundes, blutendes Gewebe empfohlen.

Für die Entnahme mit dem Dermatom wird ein Winkel von 30 Grad zur Haut beschrieben. Es wird empfohlen, die Haut während der Entnahme unter Spannung zu halten und Mineralöl zur Reibungsminderung aufzutragen.

Das Transplantat muss zwingend mit der dermalen Seite nach unten auf die Wunde gelegt werden. Die Dermis ist glänzender und weißer als die Epidermis.

Fixierung und Nachsorge

Zur Fixierung werden resorbierbare Nähte oder Hautklammern beschrieben.

Es wird der Einsatz von Bolster-Verbänden oder einer Unterdruck-Wundtherapie (NPWT) empfohlen, um Scherkräfte zu minimieren und Serome zu vermeiden.

Die Leitlinie gibt an, dass das Transplantat nach fünf bis sieben Tagen anwächst. Der Verband sollte in dieser ersten Phase unberührt bleiben.

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt folgende absolute Kontraindikationen:

  • Infizierte Wunden

  • Aktive Blutungen

  • Wunden aufgrund einer ungelösten Malignität

  • Freiliegende Knochen, Sehnen, Nerven oder Blutgefäße ohne vaskularisierte Schicht

Als relative Kontraindikationen werden Wunden über Gelenken, bestrahlte Wunden sowie funktionell oder ästhetisch sensible Bereiche beschrieben.

Zudem wird auf patientenspezifische Risikofaktoren wie Tabakkonsum, Antikoagulation, chronische Steroideinnahme und Mangelernährung hingewiesen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler bei der Spalthauttransplantation ist die falsche Orientierung des Transplantats. Die Leitlinie warnt ausdrücklich davor, das Transplantat verkehrt herum aufzulegen, da dies unweigerlich zum Transplantatversagen führt. Es wird darauf hingewiesen, dass die korrekte dermale Seite glänzender und weißer erscheint und sich das Transplantat oft in Richtung der Dermis einrollt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie reepithelisiert die Entnahmestelle in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen. Dies wird durch die in der Dermis verbliebenen Stammzellen der Hautanhangsgebilde ermöglicht.

Die Leitlinie gibt an, dass das Transplantat nach etwa fünf bis sieben Tagen an das Wundbett adhärent ist. In dieser initialen Phase sollten Verbände unberührt bleiben, um Scherkräfte zu vermeiden.

Ein gemeshtes Transplantat vergrößert die abgedeckte Oberfläche und ermöglicht den Abfluss von Wundsekret. Dadurch wird das Risiko für Hämatome und Serome unter dem Transplantat reduziert.

Es wird von einer Transplantation abgeraten, wenn Knochen, Sehnen, Nerven oder Blutgefäße ohne vaskularisierte Schicht freiliegen. Auch infizierte Wunden oder aktive Blutungen stellen absolute Kontraindikationen dar.

Zur Blutstillung wird die Anwendung von mit Epinephrin (1:1000) getränkten Kompressen beschrieben. Anschließend wird die Entnahmestelle mit einem feuchten, okklusiven Verband abgedeckt.

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Quelle: StatPearls: Split-Thickness Skin Grafts (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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