StatPearls2026

Sekretin: Physiologie, Funktion und Pathophysiologie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Übersicht beschreibt die physiologischen Grundlagen des Hormons Sekretin. Es wird von den S-Zellen im Duodenum sezerniert und beeinflusst zahlreiche Organsysteme.

Zunächst liegt das Hormon als inaktives Prosekretin vor, welches durch Magensäure aktiviert wird. Das aktive Peptidhormon besteht aus 27 Aminosäuren und bindet an G-Protein-gekoppelte Rezeptoren.

Auf zellulärer Ebene stimuliert Sekretin die Adenylatzyklase und wandelt ATP in cAMP um. Dieser Second Messenger ist entscheidend für die nachfolgende Sekretion von Bikarbonat und die Proliferation von Cholangiozyten.

Empfehlungen

Die Übersichtsarbeit beschreibt folgende zentrale Aspekte und klinische Anwendungen von Sekretin:

Physiologische Hauptfunktionen

Laut der Publikation erfüllt Sekretin drei primäre Funktionen im menschlichen Körper:

  • Regulation der Magensäure und des pankreatischen Bikarbonats: Sekretin stimuliert die Freisetzung von bikarbonatreicher Pankreasflüssigkeit und neutralisiert so die Magensäure im Duodenum.

  • Hemmung der Magensäuresekretion: Als sogenanntes Enterogastron hemmt es die weitere Ausschüttung von Magensäure.

  • Osmoregulation: Im Gehirn stimuliert Sekretin bei erhöhter Osmolalität die Freisetzung von Vasopressin, was zu einer vermehrten Wasserreabsorption in den Nieren führt.

Klinische Diagnostik

Der Text beschreibt den Einsatz von Sekretin in der gastroenterologischen Diagnostik:

  • Zollinger-Ellison-Syndrom: Der Sekretin-Stimulationstest wird zur Diagnose von gastrinproduzierenden Tumoren eingesetzt. Während Sekretin physiologisch die Gastrinfreisetzung hemmt, führt es bei Gastrinomen paradoxerweise zu einem Anstieg.

  • ERCP: Die Gabe von Sekretin erweitert die Pankreasgänge und erleichtert die Kanülierung. Eine sekretinunterstützte ERCP wird als vorteilhaft bei der Beurteilung von Pankreassekreten und Gangobstruktionen beschrieben.

Klinische Bedeutung bei Erkrankungen

Die Autoren heben die Rolle von Sekretin bei spezifischen Pathologien hervor:

  • Mukoviszidose: Aufgrund eines defekten CFTR-Proteins ist die normale pankreatische Antwort auf Sekretin stark vermindert. Eine sekretinstimulierte Sonographie oder MRT kann zur Diagnose einer exokrinen Pankreasinsuffizienz genutzt werden.

  • SIADH: Bei einem Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion können Anomalien in der Sekretinfreisetzung eine Rolle bei der gestörten Vasopressin-Regulation spielen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger klinischer Aspekt ist die paradoxe Reaktion beim Sekretin-Stimulationstest zur Diagnostik des Zollinger-Ellison-Syndroms. Während Sekretin unter physiologischen Bedingungen die Gastrinfreisetzung hemmt, wird bei Vorliegen eines Gastrinoms ein deutlicher Anstieg der Gastrinwerte verzeichnet.

Häufig gestellte Fragen

Laut der StatPearls-Übersicht wird Sekretin hauptsächlich von den S-Zellen in der Schleimhaut des Duodenums produziert. Die Freisetzung wird durch Magensäure und Fettsäuren im Dünndarm stimuliert.

Sekretin bindet an Rezeptoren der zentroazinären Zellen des Pankreas und erhöht intrazellulär cAMP. Dies führt zu einer gesteigerten Sekretion von Wasser und Bikarbonat in das Duodenum.

Der Test wird primär zur Diagnostik von gastrinsezernierenden Tumoren, wie beim Zollinger-Ellison-Syndrom, eingesetzt. Eine exogene Sekretin-Gabe führt bei diesen Patienten zu einem pathologischen Anstieg der Gastrinwerte.

Die Verabreichung von Sekretin während einer ERCP erhöht die Pankreassekretion und führt zu einer Dilatation der Pankreasgänge. Dies erleichtert die Kanülierung und verbessert die Beurteilung von Gangobstruktionen.

Sekretin wird bei erhöhter Osmolalität aus dem Hypophysenhinterlappen freigesetzt und aktiviert die Vasopressin-Ausschüttung im Hypothalamus. Dies fördert den Einbau von Aquaporin-2-Kanälen in den Nieren und reguliert so den Wasserhaushalt.

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Quelle: StatPearls: Physiology, Secretin (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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