StatPearls2026

Mesenterialarterienthrombose: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Mesenterialarterienthrombose (MAT) ist ein lebensbedrohlicher Verschluss der arteriellen Gefäßversorgung des Darms, meist der Arteria mesenterica superior. Dieser Verschluss führt zu einer Ischämie und unbehandelt zum Infarkt von Dünndarm und Colon ascendens.

Als Hauptursachen werden in-situ-Thrombosen auf dem Boden einer Atherosklerose sowie embolische Verschlüsse, beispielsweise bei Vorhofflimmern, beschrieben. Die Inzidenz steigt mit dem Alter exponentiell an.

Die Prognose der Erkrankung ist im Allgemeinen schlecht und mit einer hohen Mortalitätsrate verbunden. Eine rasche Diagnosestellung und der sofortige Therapiebeginn sind laut StatPearls entscheidend für das Überleben.

Empfehlungen

Klinische Präsentation und Diagnostik

Der Text von StatPearls betont, dass das Leitsymptom ein diffuser, konstanter Bauchschmerz ist, der in keinem Verhältnis zu den klinischen Untersuchungsbefunden steht. Eine Diagnose innerhalb der ersten 24 Stunden wird als essenziell beschrieben, da die Überlebenschance danach drastisch sinkt.

Für die apparative Diagnostik werden folgende Modalitäten aufgeführt:

  • CT-Angiographie: Wird als aktueller Goldstandard empfohlen, da sie Gefäßanatomie und Darmwandintegrität detailliert darstellt.

  • Duplexsonographie: Kann bei schwerer Niereninsuffizienz als Alternative zur Kontrastmittelgabe erwogen werden, ist jedoch stark untersucherabhängig.

  • Magnetresonanzangiographie (MRA): Gilt als weitere Alternative ohne jodhaltiges Kontrastmittel, ist aber anfällig für Artefakte.

Zusätzlich wird eine laborchemische Basisdiagnostik empfohlen. Typische Befunde umfassen eine Hämokonzentration, Laktatazidose und Leukozytose, während Hyperkaliämie und Hyperphosphatämie als späte Warnzeichen eines Darminfarkts gelten.

Initiale und medikamentöse Therapie

Bei Diagnosestellung wird eine sofortige und aggressive Volumensubstitution zur Korrektur von Hypotonie und metabolischen Entgleisungen empfohlen.

Sofern keine absoluten Kontraindikationen vorliegen, wird die umgehende Einleitung einer intravenösen Antikoagulation mit unfraktioniertem Heparin angeraten. Zur Behandlung begleitender Vasospasmen wird der Einsatz von intravenösem Glukagon oder Papaverin beschrieben.

Operative und interventionelle Therapie

Die Wahl der Revaskularisation richtet sich nach dem klinischen Zustand und der Ursache des Verschlusses. Bei Vorliegen von Peritonitiszeichen wird von einem Darminfarkt ausgegangen, was eine Notfall-Laparotomie zwingend erforderlich macht.

Für das chirurgische Vorgehen beschreibt die Quelle folgende ursachenspezifische Ansätze:

Ursache des VerschlussesBevorzugte chirurgische TherapieBesonderheiten
EmbolieChirurgische EmbolektomieEinfache Entfernung des Embolus
In-situ-ThromboseMesenterialer BypassBevorzugt mit autologer Vene, da das Ursprungsgefäß oft zu stark erkrankt ist

Bei stabilen Personen ohne Peritonitiszeichen kann alternativ eine kathetergesteuerte Thrombolyse (z. B. mit tPA) oder eine mechanische Thrombektomie erwogen werden.

Oftmals wird eine chirurgische Zweitbeurteilung (Second-Look-Operation) empfohlen, um die Vitalität des Dünndarms im Verlauf neu zu bewerten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler klinischer Hinweis ist der starke Bauchschmerz, der typischerweise in keinem Verhältnis zu den unauffälligen Befunden der körperlichen Untersuchung steht. Es wird davor gewarnt, auf das Auftreten einer Peritonitis zu warten, da diese ein spätes Zeichen für einen bereits eingetretenen Darminfarkt darstellt und die Prognose massiv verschlechtert.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls hat die CT-Angiographie die klassische Mesenterialangiographie als Goldstandard abgelöst. Sie wird empfohlen, da sie nicht nur die Gefäßanatomie exzellent darstellt, sondern auch wichtige Informationen über die Integrität der Darmwand liefert.

Der Text beschreibt Hämokonzentration, metabolische Azidose mit hohem Laktatwert sowie Leukozytose als häufigste initiale Laborveränderungen. Hyperkaliämie und Hyperphosphatämie werden als späte Zeichen gewertet, die oft mit einem bereits eingetretenen Darminfarkt korrelieren.

Eine kathetergesteuerte Thrombolyse mit tPA wird nur für hämodynamisch stabile Fälle ohne klinische Zeichen einer Peritonitis beschrieben. Es wird betont, dass der zeitliche Aufwand der 12- bis 24-stündigen Infusion gegen den potenziellen Nutzen abgewogen werden muss.

Bei einem embolischen Verschluss wird in der Regel eine einfache chirurgische Embolektomie empfohlen. Liegt hingegen eine in-situ-Thrombose vor, ist das Gefäß oft zu stark geschädigt, weshalb laut Quelle ein mesenterialer Bypass – idealerweise mit einer autologen Vene – angelegt werden sollte.

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Quelle: StatPearls: Mesenteric Artery Thrombosis (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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