G-BA2022

Magenkarzinom (MSI-H/dMMR): Pembrolizumab-Indikation

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf den Dokumenten des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Nutzenbewertung von Pembrolizumab (Keytruda) aus dem Jahr 2023. Das Verfahren bewertet ein neues Anwendungsgebiet in der onkologischen Versorgung.

Das Magenkarzinom ist eine maligne Erkrankung, die oft erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert wird. Bei bestimmten molekulargenetischen Eigenschaften, wie einer hohen Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) oder einer defizienten Mismatch-Reparatur (dMMR), können zielgerichtete Immuntherapien zum Einsatz kommen.

Pembrolizumab ist ein monoklonaler Antikörper, der als Immun-Checkpoint-Inhibitor wirkt. Die vorliegende Bewertung befasst sich mit dem Einsatz dieses Wirkstoffs als Monotherapie bei erwachsenen Personen, deren Tumorerkrankung bereits vorbehandelt wurde.

Empfehlungen

Der Beschluss des G-BA definiert die genauen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Pembrolizumab im untersuchten Anwendungsgebiet. Die Grundlage hierfür bilden die Nutzenbewertung des IQWiG sowie die tragenden Gründe des Beschlusses vom 19.01.2023.

Indikation und klinische Voraussetzungen

Laut G-BA ist Pembrolizumab (Keytruda) als Monotherapie für spezifische Stadien und Vorbehandlungen des Magenkarzinoms angezeigt. Die genauen Kriterien gemäß Fachinformation werden in der folgenden Übersicht dargestellt:

KriteriumVoraussetzung für Pembrolizumab-Therapie
PatientengruppeErwachsene
TumorartMagenkarzinom
TumorstadiumNicht resezierbar oder metastasierend
BiomarkerHohe Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) oder defiziente Mismatch-Reparatur (dMMR)
KrankheitsverlaufFortschreiten der Erkrankung
VorbehandlungWährend oder nach mindestens einer vorherigen Therapie

Ausmaß des Zusatznutzens

Die Bewertung des G-BA zielt darauf ab, den Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie zu quantifizieren. Das genaue Ausmaß des Zusatznutzens sowie die detaillierte Begründung werden in den veröffentlichten tragenden Gründen des Beschlusses dargelegt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut G-BA-Dokumentation ist die Bestimmung des MSI-H- oder dMMR-Status zwingend erforderlich, bevor eine Monotherapie mit Pembrolizumab bei einem vorbehandelten, fortgeschrittenen Magenkarzinom initiiert wird.

Häufig gestellte Fragen

Der G-BA bewertete den Einsatz bei nicht resezierbarem oder metastasierendem Magenkarzinom.

Die Tumoren müssen eine hohe Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) oder eine defiziente Mismatch-Reparatur (dMMR) aufweisen.

Laut Fachinformation ist der Einsatz bei einem Fortschreiten der Erkrankung während oder nach mindestens einer vorherigen Therapie angezeigt.

Nein, die Zulassung und Bewertung bezieht sich auf den Einsatz von Pembrolizumab als Monotherapie.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Pembrolizumab (Neues Anwendungsgebiet: Magenkarzinom mit MSI-H oder dMMR, vorbehandelt) (G-BA, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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