Gallensekretion: Zusammensetzung, Kreislauf, Cholestase
Hintergrund
Die StatPearls-Übersicht beschreibt die physiologischen Grundlagen der Gallenproduktion und -sekretion. Galle ist eine wässrige Lösung, die hauptsächlich aus Gallensalzen, Phospholipiden, Cholesterin, konjugiertem Bilirubin, Elektrolyten und Wasser besteht.
Die Produktion erfolgt primär in der Leber durch Hepatozyten, wobei die Galle anschließend in der Gallenblase gespeichert und konzentriert wird. Nach Stimulation durch das Hormon Cholecystokinin (CCK) kontrahiert die Gallenblase und gibt die Galle in das Duodenum ab.
Ein zentraler Mechanismus ist der enterohepatische Kreislauf. Etwa 95 Prozent der Gallensäuren werden im terminalen Ileum resorbiert, über das Pfortadersystem zur Leber transportiert und dort wiederverwendet.
Empfehlungen
Die Quelle beschreibt folgende Kernaspekte der Gallensekretion:
Gallenbildung und Transport
Laut Text beträgt der tägliche Gallenfluss etwa 600 ml, wovon 75 Prozent aus den Hepatozyten und 25 Prozent aus den Cholangiozyten stammen. Die Sekretion wird durch verschiedene Hormone reguliert:
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Sekretin, Bombesin, vasoaktives intestinales Peptid (VIP) und Acetylcholin steigern den Gallenfluss
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Somatostatin, Gastrin, Insulin und Endothelin hemmen den Gallenfluss
Funktion der Gallensäuren
Die Hauptfunktionen der Galle umfassen die Fettverdauung und die Ausscheidung von Abfallprodukten. Durch ihre amphipathischen Eigenschaften ermöglichen Gallensalze die Emulgierung von Lipiden.
Dies ist laut Quelle eine zwingende Voraussetzung für die Resorption der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Zudem dient die Galle der Ausscheidung von Cholesterin und Bilirubin.
Klinische Korrelation: Cholestase
Bei einer Verminderung oder einem Stillstand des Gallenflusses (Cholestase) kommt es zu einer Akkumulation von biliären Substanzen im Blut. Der Text nennt folgende typische klinische Zeichen:
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Pruritus (Juckreiz) und Kratzspuren auf der Haut
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Dunkler Urin und acholischer (heller) Stuhl
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Steatorrhoe (Fettstuhl) und Malabsorption fettlöslicher Vitamine
Zur symptomatischen Behandlung der Cholestase werden laut Quelle Ursodeoxycholsäure (eine hydrophile Gallensäure) und Colestyramin (ein Gallensäurebinder) eingesetzt.
💡Praxis-Tipp
Der Text betont, dass eine unzureichende Gallensekretion die Mizellenbildung verhindert. Infolgedessen kommt es zu einer Malabsorption der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Bei Vorliegen einer Cholestase wird daher auf das Risiko entsprechender klinischer Vitaminmangelerscheinungen hingewiesen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Quelle werden etwa 95 Prozent der Gallensäuren im terminalen Ileum (Dünndarm) resorbiert. Von dort gelangen sie über den enterohepatischen Kreislauf zurück zur Leber.
Der Text beschreibt, dass Cholecystokinin (CCK) die Kontraktion der Gallenblase auslöst. Zudem stimulieren Sekretin, Bombesin, VIP und Acetylcholin die Sekretion von Bikarbonat und Wasser in die Galle.
Zu den klinischen Zeichen einer Cholestase gehören laut Quelle Pruritus (Juckreiz), dunkler Urin, heller Stuhl und Steatorrhoe. Zudem kann bei der Untersuchung eine schmerzlose Hepatomegalie auffallen.
Die Ausscheidung von Cholesterin erfolgt primär über die Galle. Es wird in der Leber zu Gallensäuren umgewandelt oder direkt in die Galle sezerniert und anschließend über den Stuhl eliminiert.
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Quelle: StatPearls: Physiology, Bile Secretion (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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