Dünndarm: Physiologie, Verdauung und Malabsorption
Hintergrund
Der Dünndarm ist mit einer durchschnittlichen Länge von sieben Metern der längste Abschnitt des Gastrointestinaltrakts. Laut der StatPearls-Übersicht findet hier der Großteil der Verdauung statt, wobei bis zu 95 Prozent der Nährstoffe aus der Nahrung absorbiert werden.
Anatomisch wird der Dünndarm in drei Abschnitte unterteilt: Duodenum, Jejunum und Ileum. Die Darmwand besteht aus vier Schichten (Mukosa, Submukosa, Muscularis propria und Serosa), die durch Zotten und Mikrovilli eine stark vergrößerte Oberfläche für die Resorption aufweisen.
Die Verdauung erfordert ein komplexes Zusammenspiel mit anderen Organen wie Magen, Gallenblase und Pankreas. Störungen in diesem System oder im Dünndarm selbst können zu weitreichenden Malabsorptionssyndromen führen.
Empfehlungen
Die StatPearls-Übersicht beschreibt folgende klinische und physiologische Kernaspekte:
Anatomische und physiologische Einteilung
Der Dünndarm erfüllt je nach Abschnitt spezifische Aufgaben in der Verdauung und Resorption. Die Übersicht ordnet den Abschnitten folgende Eigenschaften zu:
| Darmabschnitt | Hauptfunktion | Spezifische Resorption | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Duodenum | Chemische Verdauung | Eisen, Folsäure (gering) | Erhält Enzyme aus Pankreas und Galle |
| Jejunum | Mechanische Verdauung | Folsäure, Kohlenhydrate, Proteine | Stark durchblutet, Hauptort der Wasserresorption |
| Ileum | Langsame Peristaltik | Vitamin B12, Gallensalze | Enthält Paneth-Zellen zur Immunabwehr |
Diagnostik bei Malabsorption
Laut Text wird bei Verdacht auf Malabsorption eine stufenweise Diagnostik basierend auf der klinischen Präsentation beschrieben:
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Basis-Labor: Blutbild (CBC), Stoffwechselpanel (CMP), Eisenstatus, Urinanalyse und Gerinnungsparameter.
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Erweiterte Stuhldiagnostik: Qualitative und quantitative Bestimmung der Stuhlfettausscheidung sowie Messung der fäkalen Elastase-1.
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Spezifische Tests: Laktosetoleranztest und D-Xylose-Test bei Verdacht auf Kohlenhydratmalabsorption.
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Bildgebung und Endoskopie: Ultraschall, Koloskopie, obere Endoskopie oder MRCP/ERCP zur Abklärung pankreatischer Ursachen.
Klinisches Management und Beratung
Es wird hervorgehoben, dass Personen zur Erhaltung der Darmgesundheit präventiv beraten werden sollten. Dies umfasst laut Text:
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Moderaten Konsum von Alkohol und Verzicht auf Tabak.
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Ausreichende Aufnahme von Ballaststoffen und Wasser.
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Zurückhaltender Einsatz von NSAR, da diese die Magenschleimhaut schädigen und das Risiko für Ulzera sowie H. pylori-Infektionen im Duodenum erhöhen.
💡Praxis-Tipp
Bei der Beurteilung von verschluckten Fremdkörpern wird darauf hingewiesen, dass diese am ehesten an den engsten Stellen des Dünndarms stecken bleiben. Dazu zählen laut Text der Pylorus, die Flexura duodenojejunalis (Treitz-Band) und die Ileozökalklappe. Zudem wird betont, dass bei isolierten Mangelerscheinungen wie einer Eisenmangelanämie oder Osteopenie stets an eine klinisch stumme Zöliakie gedacht werden sollte.
Häufig gestellte Fragen
Laut der Übersicht wird Vitamin B12 (Cobalamin) im terminalen Ileum resorbiert. Dafür muss es zuvor im Magen an den Intrinsic Factor gebunden werden.
Der Text führt als Basisdiagnostik ein Blutbild, ein umfassendes Stoffwechselpanel, Eisenwerte, eine Urinanalyse und einen Gerinnungsstatus auf. Je nach Klinik können spezifische Antikörper oder Stuhluntersuchungen ergänzt werden.
Die häufigste Lokalisation für duodenale Ulzera ist der superiore (erste) Teil des Duodenums. Es wird beschrieben, dass posteriore Ulzera in diesem Bereich die Arteria gastroduodenalis schädigen können.
Das SMA-Syndrom entsteht, wenn der horizontale Teil des Duodenums zwischen der Aorta und der Arteria mesenterica superior komprimiert wird. Dies tritt laut Text häufig nach starkem Gewichtsverlust auf, da das schützende Fettpolster schrumpft.
Fette werden durch Gallensalze emulgiert und anschließend durch pankreatische Lipasen in Fettsäuren gespalten. Die Resorption der freien Fettsäuren findet primär im Jejunum statt.
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Quelle: StatPearls: Physiology, Small Bowel (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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