StatPearls2026

Darmnekrose: CT-Angiographie und chirurgische Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt die Darmnekrose als ein Spätstadium verschiedener Erkrankungen, das durch den Zelltod infolge einer reduzierten Durchblutung des Gastrointestinaltrakts gekennzeichnet ist. Dieser Zustand geht häufig mit einem septischen Schock einher und weist eine sehr hohe Mortalität auf.

Die Ischämie führt zu einem anaeroben Stoffwechsel, der ein Anschwellen und Rupturieren der Zellen verursacht. In der Folge entsteht ein Darmödem, das die immunologische Barriere durchbricht und eine bakterielle Invasion in das absterbende Gewebe ermöglicht.

Die Bakterien und deren Toxine gelangen schließlich in den systemischen Kreislauf. Dies löst eine systemische Entzündungsreaktion aus, die unbehandelt in eine Sepsis mündet.

Empfehlungen

Der Text formuliert folgende Kernempfehlungen für das klinische Management:

Initiale Evaluation und Diagnostik

Es wird eine sofortige Beurteilung von Atemwegen, Atmung und Kreislauf (ABC) sowie die Etablierung eines intravenösen Zugangs und eines hämodynamischen Monitorings empfohlen. Zur schnellen Differenzierung der Schockursache wird der Einsatz von Bedside-RUSH-Ultraschall, EKG und mobilem Röntgen-Thorax angeraten.

Für die Labordiagnostik wird die Bestimmung von Blutbild, metabolischem Basisprofil, INR, PTT, Laktat sowie die Abnahme von Blutkulturen empfohlen.

Bei hämodynamisch stabilen Personen ist ein sofortiges CT von Abdomen und Becken mit intravenösem Kontrastmittel indiziert. Der Text betont, dass die Bildgebung nicht für das Warten auf Laborergebnisse verzögert werden darf.

Ursachen der akuten Mesenterialischämie

Der Text ordnet die Häufigkeit der zugrunde liegenden Auslöser wie folgt ein:

Ursache der akuten MesenterialischämieHäufigkeit
Embolische Ereignisseca. 50 %
Plaque-Rupturca. 30 %
Venöse Obstruktion10 - 20 %
Dissektion, Vasospasmus, Entzündung< 5 %

Konservative und medikamentöse Therapie

Die Darmnekrose wird als chirurgischer Notfall eingestuft. Die initiale Behandlung erfordert eine aggressive Volumensubstitution und bei Bedarf eine Kreislaufunterstützung durch Vasopressoren.

Zusätzlich wird der sofortige Beginn einer kalkulierten Breitbandantibiose (beispielsweise mit Vancomycin und Piperacillin-Tazobactam) sowie eine adäquate Schmerztherapie empfohlen.

Chirurgische und interventionelle Therapie

Die Wahl der Intervention richtet sich nach der Stabilität und den CT-Befunden:

  • Bei anhaltender hämodynamischer Instabilität oder Zeichen einer Peritonitis wird eine notfallmäßige explorative Laparotomie empfohlen.

  • Bei akuter arterieller Embolie ohne Peritonitis kann eine Angiographie mit Embolektomie oder Thrombolyse indiziert sein.

  • Bei mesenterialer arterieller Thrombose kommen chirurgische Revaskularisation, Angioplastie oder Stenting in Betracht.

  • Bei venöser Thrombose ohne Nekrosezeichen ist oft eine alleinige Antikoagulation ausreichend.

  • Bei nicht-okklusiver Mesenterialischämie (NOMI) steht die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund, gegebenenfalls ergänzt durch kathetergesteuerte Vasodilatatoren.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis des Textes ist, dass bei Verdacht auf eine Darmnekrose die radiologische Diagnostik mittels kontrastmittelverstärktem CT nicht auf Laborergebnisse (wie Nierenwerte) warten darf. Der Nutzen der Kontrastmittelgabe überwiegt das Risiko einer Nephropathie bei diesen kritisch kranken Personen deutlich. Zudem wird betont, dass ein abdomineller Schmerz, der in keinem Verhältnis zu den klinischen Untersuchungsbefunden steht ('pain out of proportion'), ein wichtiges Warnsignal für eine Ischämie darstellt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Text ist die häufigste Ursache ein akuter arterieller Verschluss durch Thromboembolien. Weitere Auslöser sind Perforationen, venöse Thrombosen oder chronische Ischämien.

Es wird ein sofortiges CT von Abdomen und Becken mit intravenösem Kontrastmittel empfohlen. Bei unklaren Befunden wird eine Angiographie angeraten.

Es wird eine aggressive Volumengabe, Kreislaufunterstützung durch Vasopressoren sowie eine Schmerztherapie empfohlen. Zudem ist eine kalkulierte Breitbandantibiose, beispielsweise mit Vancomycin und Piperacillin-Tazobactam, indiziert.

Eine Notfall-Laparotomie wird bei allen Personen empfohlen, die trotz aggressiver Reanimation hämodynamisch instabil bleiben. Auch bei radiologischem Nachweis von freier Luft, Nekrosen oder Perforation ist ein sofortiger chirurgischer Eingriff indiziert.

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Quelle: StatPearls: Bowel Necrosis (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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