CochraneIa2020

Claudicatio intermittens: Trainingstherapie & Leitlinie

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) führt häufig zur Claudicatio intermittens, die durch belastungsabhängige ischämische Muskelschmerzen gekennzeichnet ist. Internationale Leitlinien empfehlen als Basistherapie eine Modifikation kardiovaskulärer Risikofaktoren sowie ein betreutes Gehtraining.

Traditionell besteht dieses Training aus überwachtem Gehen auf dem Laufband oder einer Laufbahn. Nicht alle Betroffenen können dieses Standardprogramm jedoch aufgrund von Komorbiditäten wie Arthrose oder kardialen Beschwerden absolvieren.

Dieser systematische Cochrane Review aus dem Jahr 2020 untersucht, ob alternative Trainingsformen vergleichbare Ergebnisse wie das klassische Gehtraining erzielen. Zu den untersuchten Alternativen zählen unter anderem Krafttraining, Nordic Walking, Radfahren und Armergometrie.

Empfehlungen

Der Cochrane Review vergleicht das klassische, betreute Gehtraining mit verschiedenen alternativen Trainingsformen.

Zu den untersuchten Modalitäten gehören:

  • Krafttraining der unteren Extremitäten

  • Nordic Walking

  • Radfahren

  • Armergometrie

  • Kombinationen verschiedener Trainingsformen

Auswirkungen auf die Gehstrecke

Laut der Meta-Analyse zeigen sich keine eindeutigen Unterschiede zwischen den alternativen Trainingsmethoden und dem traditionellen Gehtraining (Evidenzgrad niedrig). Dies betrifft sowohl die maximale Gehstrecke als auch die schmerzfreie Gehstrecke.

Die Ergebnisse bleiben sowohl nach 12 Wochen Training als auch am Ende der jeweiligen Trainingsprogramme konsistent. Die Autoren schlussfolgern, dass beide Interventionsarten zu ähnlichen Verbesserungen führen.

Vergleich der Endpunkte

Der Review fasst die Effekte alternativer Trainingsformen im Vergleich zum Gehtraining wie folgt zusammen:

EndpunktEffekt (Standardisierte Mittelwertdifferenz)Vertrauenswürdigkeit der EvidenzKlinische Relevanz
Maximale Gehstrecke-0,01 (kein Unterschied)NiedrigBeide Interventionen zeigen ähnliche Verbesserungen.
Schmerzfreie Gehstrecke-0,01 (kein Unterschied)NiedrigKeine Überlegenheit einer spezifischen Methode.
Funktionelle Einschränkung (WIQ)-5,52 (kein relevanter Unterschied)NiedrigVergleichbare Auswirkungen auf Einschränkungen im Alltag.

Lebensqualität und Evidenzgrad

Hinsichtlich der gesundheitsbezogenen Lebensqualität lassen sich ebenfalls keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen feststellen. Die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz wird insgesamt als niedrig eingestuft.

Gründe für die niedrige Evidenz sind laut Review kleine Stichprobengrößen, klinische Inkonsistenzen und methodische Mängel in einigen eingeschlossenen Studien.

Klinische Anwendung

Aus den Ergebnissen wird abgeleitet, dass alternative Trainingsformen eine sinnvolle Option darstellen, wenn ein klassisches Gehtraining nicht durchführbar ist. Dies steht im Einklang mit aktuellen internationalen Leitlinien zur Behandlung der pAVK.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Cochrane Review hebt hervor, dass alternative Trainingsformen wie Radfahren oder Krafttraining ähnliche Verbesserungen der Gehstrecke erzielen wie das klassische Laufbandtraining. Es wird beschrieben, dass diese Alternativen besonders dann wertvoll sind, wenn Begleiterkrankungen wie Arthrose ein traditionelles Gehtraining unmöglich machen. Eine Anpassung der Trainingsart an die individuellen Fähigkeiten kann die Therapieadhärenz potenziell verbessern.

Häufig gestellte Fragen

Der Cochrane Review untersucht Alternativen wie Krafttraining der Beine, Nordic Walking, Radfahren und Armergometrie. Auch Kombinationen dieser verschiedenen Trainingsarten wurden in den Studien analysiert.

Laut der Meta-Analyse gibt es keinen eindeutigen Unterschied zwischen Nordic Walking und dem klassischen Gehtraining. Beide Methoden verbessern die maximale und schmerzfreie Gehstrecke in ähnlichem Ausmaß.

Die Autoren des Reviews schlussfolgern, dass in solchen Fällen alternative Trainingsmethoden wie Radfahren oder Armergometrie genutzt werden können. Diese erzielen vergleichbare funktionelle Verbesserungen wie das traditionelle Gehtraining.

Die in der Analyse eingeschlossenen Studien untersuchten Trainingsprogramme mit einer Dauer von 6 bis 24 Wochen. Internationale Leitlinien empfehlen laut Review in der Regel ein Programm von mindestens 12 Wochen Dauer.

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Quelle: Cochrane Review: Modes of exercise training for intermittent claudication (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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