StatPearls2026

Blutspende: Spenderkriterien und Kontraindikationen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Blutspende ist eine essenzielle Säule der globalen Gesundheitsversorgung, mit jährlich über 100 Millionen gespendeten Bluteinheiten. Laut der StatPearls-Zusammenfassung werden Bluttransfusionen vor allem bei Operationen, Traumata, chronischen Erkrankungen und in der Onkologie benötigt.

Neben der allogenen Spende wird die Phlebotomie auch therapeutisch eingesetzt, beispielsweise bei hereditärer Hämochromatose oder Polycythemia vera.

Die autologe Blutspende vor elektiven Eingriffen hat aufgrund verbesserter Sicherheitsstandards bei allogenen Spenden an Bedeutung verloren. Sie wird heute primär bei Personen mit häufigen Alloantikörpern erwogen, für die kompatibles Fremdblut schwer zu beschaffen ist.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Durchführung und Überwachung von Blutspenden:

Spenderkriterien und Vorbereitung

Die Leitlinie nennt klare physiologische Voraussetzungen für die Spendetauglichkeit. Der Blutdruck sollte seit mindestens drei Monaten stabil sein.

ParameterKriterium
Alter≥ 16 Jahre (regional abweichend)
Körpergewicht≥ 50 kg (110 lbs)
BlutdruckZwischen 90/50 mmHg und 180/100 mmHg
Hämoglobin (Männer)≥ 13,0 g/dL
Hämoglobin (Frauen)≥ 12,5 g/dL
Spendeintervall (Vollblut)Alle 56 Tage (8 Wochen)

Vor der Spende wird eine ausreichende Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme empfohlen.

Ablauf der Blutspende

Die Punktionsstelle wird mit einer Lösung aus 2 % Chlorhexidingluconat und 70 % Isopropylalkohol desinfiziert. Es werden standardmäßig 450 ml Blut entnommen, wobei der Vorgang bei Vollblut etwa 10 bis 15 Minuten und bei einer Apherese rund eine Stunde dauert.

Infektionsdiagnostik

Jede Spende wird auf verschiedene Erreger getestet, um die Sicherheit der Empfänger zu gewährleisten. Zu den standardmäßigen serologischen und nukleinsäurebasierten Tests (NAT) gehören:

  • Hepatitis B (HBsAg, anti-HBc, HBV-DNA) und Hepatitis C (anti-HCV, HCV-RNA)

  • HIV-1 und HIV-2 (Antikörper und HIV-1-RNA)

  • Humanes T-lymphotropes Virus (anti-HTLV-I/II)

  • Syphilis, West-Nil-Virus und Trypanosoma cruzi (Chagas-Krankheit)

Post-Spende-Management und Komplikationen

Die häufigste Komplikation ist ein lokales Hämatom, gefolgt von vasovagalen Synkopen. Zur Prävention von Synkopen wird empfohlen, dass die spendende Person nach der Entnahme zunächst in einer zurückgelehnten Position ruht.

Anschließend sollte eine langsame Mobilisation erfolgen, begleitet von der Aufnahme von Nahrung und alkoholfreien, entkoffeinierten Getränken.

Kontraindikationen

Die Leitlinie listet zahlreiche temporäre und permanente Kontraindikationen auf, die zu einer Rückstellung von der Blutspende führen.

AusschlussgrundDauer der Rückstellung
Finasterid oder Thalidomid1 Monat
Thrombozytenaggregationshemmer / NSAR2 bis 30 Tage (für Thrombozytenapherese)
Solide Organtumoren1 bis 5 Jahre nach Symptomfreiheit/Heilung
Malaria-Diagnose3 Jahre
Aufenthalt in Malaria-Endemiegebiet3 bis 4 Jahre
Etretinat-EinnahmePermanent (in den USA, UK, Quebec)
Hämatologische KrebserkrankungenPermanent
HIV-Infektion oder antiretrovirale TherapiePermanent
Hepatitis-Infektion nach dem 11. LebensjahrPermanent

Ein temporärer Ausschluss von 3 Monaten erfolgt bei neuen oder multiplen Sexualpartnern in Kombination mit Analverkehr, sowie bei einer kürzlich durchgemachten Syphilis- oder Gonorrhoe-Infektion. Zudem führen neue Tätowierungen, Piercings oder die Einnahme einer oralen Präexpositionsprophylaxe (PrEP) zu einer dreimonatigen Rückstellung.

Ein permanenter Ausschluss gilt für Personen mit Risikofaktoren für die variante Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD), wie beispielsweise längere Aufenthalte in Großbritannien zwischen 1980 und 1996.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Grund für die Rückstellung von Mehrfachspendern ist ein zu niedriger Hämoglobinwert, da das reguläre Spendeintervall von 56 Tagen oft nicht ausreicht, um die Eisenspeicher vollständig aufzufüllen. Es wird empfohlen, bei abgewiesenen Spendern, insbesondere bei Männern und postmenopausalen Frauen, eine zugrundeliegende Anämie-Ursache hausärztlich abklären zu lassen.

Häufig gestellte Fragen

Laut der StatPearls-Zusammenfassung stellt eine COVID-19-Impfung kein Hindernis für eine Blutspende dar. Es gibt keine Evidenz dafür, dass der Impfstoff ein Risiko für den Empfänger birgt.

Eine Blutspende ist möglich, wenn der Blutdruck zwischen 90/50 mmHg und 180/100 mmHg liegt. Die Leitlinie betont, dass der Blutdruck seit mindestens drei Monaten stabil und ohne Nebenwirkungen der medikamentösen Therapie sein sollte.

Bei einer regulären Vollblutspende werden in der Regel 450 ml Blut entnommen. Dieser Vorgang dauert laut Leitlinie etwa 10 bis 15 Minuten.

Medikamente mit stark teratogener Wirkung, die sich im Fettgewebe anreichern, wie beispielsweise Etretinat, führen in vielen Ländern zu einem permanenten Ausschluss. Die Leitlinie begründet dies mit dem kontinuierlichen Risiko, dass der Wirkstoff in das Serum übertritt.

Bei soliden Organtumoren ist eine Spende nach einer symptomfreien Zeit und geltender Heilung von 1 bis 5 Jahren wieder möglich. Personen mit einer Vorgeschichte von hämatologischen Krebserkrankungen sind hingegen dauerhaft von der Spende ausgeschlossen.

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Quelle: StatPearls: Blood Donation (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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